Hernán Rivera Letelier
Die Filmerzählerin - Roman

Aus dem Spanischen von Svenja Becker
Die Filmerzählerin
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Erschienen: 12.03.2012
insel taschenbuch 4122, Broschur, 106 Seiten
ISBN: 978-3-458-35822-0

»Lauter Glücksmomente: Hernán Rivera Letelier erzählt die anrührende Geschichte eines Mädchens, das ein Dorf in der chilenischen Atacama-Wüste zum Träumen bringt.«

Reinhard Helling, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

In einer entlegenen Minensiedlung inmitten der chilenischen Atacama-Wüste gibt es kaum etwas Aufregenderes als Kino. Die Hollywoodfilme mit Marilyn Monroe, John Wayne oder Charlton Heston bieten eine willkommene Abwechslung vom Alltag der Dorfbewohner. Doch eines Tages erlebt die Siedlung etwas noch Schöneres als Kino: María Margarita, ein zehnjähriges Mädchen, kann Filme so anschaulich und dramatisch nacherzählen, daß das ganze Dorf herbeiströmt, um sich von ihr verzaubern zu lassen …
Im Original erschienen unter dem Titel La contadora de películas (Aguilar Chilena de Ediciones).

Pressestimmen

»Denn der Insel Verlag bringt Die Filmerzählerin heraus, einen kurzen Roman, der alles hält, was Rivera Leteliers Porträt verspricht: Humor und Intensität des Gefühls, eine scharfe, reflektierte Wahrnehmung und Sinn für das Skurrile im Schönen wie im Schrecklichen. … In minimalistischer Anmut entsteht vor dem Auge der Leser das Dorf der Bergarbeiter, die das graue Los der Ausbeutung teilen und deren Phantasie nur durch das Kino geweckt und gefüttert wird. Und mit ebenso sparsamen Zügen beschreibt Rivera Letelier eine Kindheit am Rande der Welt, beinahe leer bis auf die Pflicht und die Enge der Not und trotzdem von Euphorien durchzogen; eine bittere Herrlichkeit.«

Elke Schmitter, Der Spiegel 8/2011

»Die Filmerzählerin ... ist eine lakonische Liebeserklärung ans Kino geworden - und eine noch viel größere Hommage ans Lesen und an die Macht der bildlichen Vorstellungskraft. Denn anders als seine junge Protagonistin präsentiert sich Letelier hier nicht als ausschweifender Erzähler, sondern skizziert in schlichten, kargen Sätzen nur die Konturen eines ganzen Frauenlebens, dem wir mit unsrer Imagination zwischen den Zeilen immer wieder Blut durch die Adern pumpen müssen.«

Neue Zürcher Zeitung

»Davon handelt dieses Buch: von der Extase durch Kunst, die umso stärker leuchtet vor düsterem Hintergrund.«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

»Die Dramaturgie des Kinofilms bildet die erzählerische Folie für diesen kleinen Roman, der nicht nur eine große Liebeserklärung ans Kino ist, sondern vor allem von weiblicher Überlebenskraft erzählt.«

Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur

»Hernán Rivera Leteliers schmales Büchlein ist eine Liebeserklärung an das Kino, an die Wirkungsmächtigkeit der Bilder, die mehr sind als schillerndes Augenfutter, sondern ein Fest der Zusammenkunft und Imagination.«

Westdeutsche Allgemeine

»Nur ein schmales Bändchen in luftig gesetzter Schrift füllt diese Erzählung des Chilenen Hernán Rivera Letelier. Und doch ist sie ein Meisterwerk, dem nichts fehlt, vollkommen in der Form, berührend in der schlichten Sprache, schön, wahrhaftig und traurig. Möge sie einen kongenialen Filmregisseur finden.«

Olaf Cless, fiftyfifty Juni 2012, 18. Jg.

»Autor Hernán Rivera Letelier beschwört den Zauber der Leinwandträume, doch er kennt Chiles Wüste aus seiner Kindheit und zeigt, dass man deren Grausamkeit nicht so einfach entkommt.«

buchjournal 2/2011

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Kommentare

Ein Buch für ruhige und ein wenig melancholische Stunden. Eine Geschichte, die einen kleinen Kinosaal der Fantasie in unseren Herzen eröffnet. Eine einfach große Geschichte. Ein Roman mit einem Ende, das niemanden kalt lässt…
Arndt Stroscher, literatwo.wordpress.com, 21.05.2012

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