Sarah Khan
Die Gespenster von Berlin - Unheimliche Geschichten

Die Gespenster von Berlin
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Erschienen: 12.10.2009
suhrkamp taschenbuch 4116, Englische Broschur, 190 Seiten
ISBN: 978-3-518-46116-7

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Ein Gespenst geht um in Friedrichshain und setzt teure Autos in Brand. Ein politisch motivierter Sühneakt? Sarah Khan geht der Sache nach und macht in alten Archiven der Stadt eine fürchterliche Entdeckung: Im Tunnel des Stettiner Bahnhofs, heute Nordbahnhof, wurden 1945 verwundete Wehrmachtssoldaten ermordet.
Im Mietshaus in Prenzlauer Berg will niemand lange wohnen bleiben, auch Sarah Khans Freundin Heike nicht. Durchs Treppenhaus spukt eine im Zweiten Weltkrieg verhungerte Klavierlehrerin. Wer war diese Frau? Sarah Khan sucht in alten Berliner Adressbüchern, auf Deportationslisten und findet ihren Namen schließlich im Totenbuch der Elias-Gemeinde aus dem Jahr 1945.
Ob mal jemand was gehört hat, von Spukhäusern, unerklärlichen Vorkommnissen? hat Sarah Khan Freunde und Bekannte, zugezogene und alteingesessene Berliner gefragt. Die Auskünfte haben es in sich.

Haarsträubende Ereignisse, unerklärliche Vorkommnisse, jenseitige Erfahrungen. Die Gespenster haben eine Botschaft, sagt Sarah Khan, sie macht sich zur Vermittlerin. Mit Geschichten, die uns Schauer über den Rücken jagen.

 

Pressestimmen

»Khan spielt mit dem Genre der Gespenstergeschichte, um von der Geschichte zu erzählen, die hinter zu viel Jetzt, hinter Baubooms und ständigem Neuzuzug leicht verschwindet. Ebenso wie die meisten ihrer Quellen weiß sie, dass es für viele Spukerscheinungen naturwissenschaftliche Erklärungen gibt. Manche Rätsel bleiben aber – trotz aller Ironie.«

Andreas Kremla, Falter Nr.5/2010

»Sarah Khan hat viele Spukgeschichten erkundet, geografisch angeordnet und fast so etwas wie einen Geisterführer zu verschiedenen Gebäuden und Stadtteilen Berlins geschrieben: zum ehemaligen Krankenhaus Bethanien - heute Künstlerhaus -, in dem sich schon der junge Fontane gruselte; zum Tempelhofer Ufer oder dem Prenzlauer Berg, zu Schöneberg und dem Umland, dem »märkischen Odersand«, hinauf bis nach Rügen. Erzählt wird mit einer aparten Mischung aus Augenzwinkern, Lust am Grotesken und einer Mitleidsträne.«

Sibylle Mulot, Spiegel Online

Kommentare

Das Buch war - zugegeben - einer dieser typischen Spontankäufe, die nur triste Herbstabende in Buchhandlungen Zustande bringen können; entschieden durch eine Mischung aus Titel, Umschlagbild und den ersten zwei Sätzen.
Ich weiß nicht, was ich von der Lektüre erwartet habe, aber eines kann ich mit Sicherheit sagen:
enttäuscht wurde ich nicht.
Man muss sich ein wenig in Frau Khans Erzählungsstil hineinfinden, aber - nur zu - es lohnt sich!
Ein mehr als nur kurzweiliges Buch, dass sich von einer interessanten Episode zur nächsten schwingt.
Und ganz sicher nicht nur für Fans der "kleinen Geisterjagd"!
Mir hat es jedenfalls einen (fast schon ärgerlich) kurzen Abend beschert.
Frau Khan ist eine junge Autorin mit erzählerischem Charakter. Sehr angenehm, so etwas.
Vielen Dank!
Martin Hofmann, 13.10.2009

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