Arjun Appadurai, Zygmunt Bauman, Donatella della Porta, Nancy Fraser, Eva Illouz, Ivan Krastev, Bruno Latour, Paul Mason, Pankaj Mishra, Robert Misik, Oliver Nachtwey, César Rendueles, Wolfgang Streeck, David Van Reybrouck, Slavoj Zizek
Die große Regression - Eine internationale Debatte über die geistige Situation der Zeit

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D: 18,00 €
A: 18,50 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 10.04.2017
Klappenbroschur, 319 Seiten
ISBN: 978-3-518-07291-2
Auch als eBook erhältlich

 

Spiegel Bestseller Taschenbuch

 

 

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Spätestens seit sich die Folgen der Finanzkrise abzeichnen und die Migration in die Europäische Union zunimmt, sehen wir uns mit Entwicklungen konfrontiert, die viele für Phänomene einer längst vergangenen Epoche hielten: dem Aufstieg nationalistischer, teils antiliberaler Parteien wie dem Front National und der AfD, einer tiefgreifenden Krise der EU, einer Verrohung des öffentlichen Diskurses durch Demagogen wie Donald Trump, wachsendem Misstrauen gegenüber den etablierten Medien und einer Verbreitung fremdenfeindlicher Einstellungen, die an dunkle Zeiten gemahnt. Politiker werden als »Vaterlandsverräter« verunglimpft, Muslime unter Generalverdacht gestellt, im Internet werden die krudesten Verschwörungstheorien propagiert.

In diesem Band untersuchen international renommierte Forscher und Intellektuelle die Ursachen dieser »Großen Regression«, verorten sie in einem historischen Kontext, erörtern Szenarien für die nächsten Jahre und diskutieren Strategien, mit denen wir diesen Entwicklungen entgegentreten können.

Die Debatte geht weiter unter: www.diegrosseregression.de

Pressestimmen

»Das Spekturm der Deutungsmöglichkeiten links der Mitte dürfte damit gut ausgelotet sein.«

Barbara Kuchler, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wo stehen wir? Das ist in unseren Tagen schwer zu definieren ... Insofern kommt der vorliegende Band gerade recht.«

Walter Hollstein, Neue Zürcher Zeitung

» ... eine aktuelle und exzellente Anthologie.«

Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel

»Ein Buch, über das man sprechen und debattieren sollte ... «

Gesine Reichstein, radio bremen

»Wer eine Idee davon entwickeln will, welche Determinanten sich als prägend für die Reise zu Pegida, AfD, Trump, Brexit, Le Pen, Orban, Wilders erwiesen haben, dem sei diese Essaysammlung unbedingt ans Herz gelegt.«

literatourismus.net

»So bietet der Band Die große Regression nicht nur unterschiedliche Analysen der Hintergründe für die Erfolge des Populismus, sondern auch zahlreiche sich daraus ergebende durchaus unterschiedliche Perspektiven.«

Hans-Martin Schönherr-Mann, Deutschlandfunk

»Wer sich darauf einlässt, wird durch viele überraschende Einsichten und undogmatischen Denkansätzen belohnt.«

ekz.bibliotheksservice 2017/20

»Das Ansinnen des Bandes, der zeitgleich in mehreren Ländern erschienen ist, eine internationale Öffentlichkeit herzustellen, kann man nur begrüßen.«

Karl Adam, imgegenlicht.wordpress.com

»Eine internationale Debatte über die Ursachen jener großen Regression sowie über die Auswege und demokratischen Alternativen kann einen wichtigen Beitrag zu einer dringend erforderlichen Trendwende leisten. Einen ersten ... Überblick sowie zahlreiche Einstiegspunkte in die Diskussion bietet dieser Sammelband im Suhrkamp Verlag.«

Kulturbuchtipps

Videobeiträge

Kommentare

Die Schwierigkeit dieses Buches, gleichzeitig aber auch das Mutige, besteht darin, Statements zu erst neulich stattgefundenen Ereignissen herauszubringen, weil die oft nur unter einem ersten Eindruck gemacht werden und theatralisch die Gegenwart überhöhen, was den Autoren aber durchweg nicht passiert: sie schöpfen lieber aus Vorarbeiten, Gedanken und greifen auf Linien zurück, ohne bereits eine Systematik in die Ereignisse hinein bringen zu können, was z. B. den Vergleich von Faschismus und Rechtspopulismus betrifft, auch bleiben die Arbeiten untereinander in einem nur losen Zusammenhang, was aber insgesamt in Ordnung ist, wenn der Leser nur nach Orientierung und einer ersten Anregung sucht. Dennoch lässt sich eine Linie ausmachen, die alle Autoren eint: die rechtspopulistischen Reflexe, die als regressiv bewertet werden, sind Auswirkungen einer Krise, die durch den Neoliberalismus hervorgerufen ist, allerdings ohne selbst eine programmatische Antwort auf diesen doppelten Schlag geben zu können, was vielleicht der zeitnahen Beurteilung der Ereignisse (Brexit, Trump) geschuldet ist, denn größere theoretische Würfe sind inzwischen gemacht, man denke an die "affirmative Dialektik" von Badiou/Nancy ("Deutsche Philosophie"). Auffällig auch, dass trotz dieser einigenden Linie eine wahre Wirrzahl an Interpretationen zu den Ereignissen besteht, jede für sich so originell wie berechtigt, gespickt mit erfrischenden Ansätzen, neuartigen Erkenntnissen, aber auch Gedanken, die bleiben, z. B. wenn die Blase von 2008 als der misslungene Versuch der upper class verstanden wird, ein neues Regime (jenseits des Kapitalismus?) zu errichten, so als hätte man hier ad hoc ein kleines Lexikon geschaffen, sicherlich ein neuartiges Leseerlebnis.
Mirko Bialas, 25.08.2017

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