Peter Handke
Die Kuckucke von Velika Hoca - Eine Nachschrift

Die Kuckucke von Velika Hoca
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D: 15,80 €
A: 16,30 €
CH: 22,90 sFr

Erschienen: 09.03.2009
Klappenbroschur, 99 Seiten
ISBN: 978-3-518-42056-0

Inhalt

Am 6. Mai 2008 macht sich Peter Handke auf den Weg nach Velika Hoca, eine serbische Enklave im südlichen Kosovo. »Es drängte mich, den und jenen einzelnen im serbischen Kosovo ausführlich, sozusagen systematisch, in der Rolle eines Reporters oder meinetwegen Journalisten, zu befragen und die Antworten dementsprechend mitzuschreiben.«

Dort angekommen, erweist sich das klassische Frage-Antwort-Muster als ungeeignet: Nur im freien Reden erzählen sie ihre Erfahrungen, geben eigene Urteile preis und berichten von ihrem Leben, an diesem Ort und außerhalb. Und so verzichtet Peter Handke auf das Mitschreiben, besucht die Menschen zu Hause oder im Kneipen-Container »Rambouillet«.

Nach der Rückkehr verfaßt Peter Handke eine Nachschrift seines einwöchigen Aufenthalts in der Enklave. Zum ersten Mal liegt damit ein journalistisch-literarisches Porträt der Menschen und der Lebensbedingungen in einer serbischen Enklave im unabhängigen Kosovo vor, ein eindringliches, lebhaftes, zwischen Resignation und Hoffnung sich aufspannendes Panorama von Velika Hoca. Und wie es um die Kuckucke dort und in ganz Mitteleuropa bestellt ist – auch das erklärt diese Nachschrift.

 

Pressestimmen

»Das Buch ist ein Meisterstück der Erinnerungspoesie.«

Stephan Sattler, Focus

»Das Bändchen ist unzweifelhaft um poetische Gerechtigkeit bemüht. In Erinnerung an das Titelmodell besonders geglückter Handke-Arbeiten von einst könnte man es als »Versuch über die Friedfertigkeit« definieren.«

Ulrich Weinzierl, Literarische Welt

»Wie betörend dieser Peter Handke schreiben kann! Aus unscheinbaren Zuständen in Natur und Menschenbeziehungen holt er poetische Valeurs heraus wie nur je ein Romantiker.«

Heiko Strech, Tagblatt
»Zurückgenommen träumt der dichterische Wanderer und Seher noch immer vom geschichtsenthoben versöhnten Seelenland Jugoslawien. Das ist zweifellos illusionär und sollte doch nicht pragmatisch abgetan werden. In der Weigerung, schnell historisch gewordene Grenzziehungen als Schicksal zu akzeptieren, während sie doch aus zumindest teilweise fatal irrtümlichem Kalkül geschehen sind, stehen Handkes jugoslawische Topographien gegen ein Unrecht am Einzelnen, das nicht politisch verrechnet werden kann.«
Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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