Maylis de Kerangal
Die Lebenden reparieren - Roman

Aus dem Französischen von Andrea Spingler
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D: 19,95 €
A: 20,60 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 09.05.2015
Gebunden, 255 Seiten
ISBN: 978-3-518-42478-0

»Die Toten begraben, die Lebenden reparieren«

Nach einem Autounfall diagnostizieren die Ärzte den klinischen Tod eines jungen Manns. Zugleich stellen sie fest, dass er sich zum Organspender eignet.

Die Konsequenzen einer Entscheidung zur Transplantation verfolgt der Phantasie und Gefühle aufregende Roman von Maylis de Kerangal über einen Zeitraum von 24 Stunden.  Wie verhalten sich Ärzte und die Familien in solchen Situationen auf Leben und Tod? Wie verkraften Menschen überhaupt solche unerwartbaren, unausweichlichen Chancen und das gleichzeitige Ende aller Chancen?

Maylis de Kerangal präsentiert die Abfolge dieser 24 Stunden in einer rasanten Folge von emotional aufrührenden Szenen und deskriptivem Reportagestil. Und so stellt sich beim Leser Betroffenheit ein. Die sieben renommierten Auszeichnungen, die dieser Roman in Frankreich erhalten hat, sind ein Beleg für solche Wirkung.
Im Original erschienen unter dem Titel Réparer les Vivants (Éditions Gallimard).

Pressestimmen

»Die Lebenden reparieren ist ein spannender, anrührender, ein wichtiger Roman.«

Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Lebenden reparieren ist nicht nur das ergreifende Protokoll eines viel zu frühen Todes und seiner unmittelbaren Folgen, sondern auch eine Hymne an die körperliche Lust am Leben in all ihren Schattierungen, wie man sie in dieser Intensität schon lange nicht mehr gelesen hat.«

Georg Renöckl, Neue Zürcher Zeitung

»So also ist gloriose Literatur. Kein Journalismus, kein Film käme auch nur in die Nähe jener Zone, in der sie sich bewegt...«

Peter Praschl, DIE WELT

»In der selbst auferlegten Verpflichtung zur Präzision spiegelt sich Maylis de Kerangals Haltung. Die Genauigkeit steht für Respekt – den Figuren und dem Thema gegenüber. Und diesen Respekt verdient nun die Autorin für ihren Roman, der auf emotionaler wie intellektueller Ebene wirkt. Und zwar nachhaltig.«

Gabi Rüth, WDR 5

»Chirurgische Präzision, mikroskopische Genauigkeit – solche Assoziationen stellen sich bei Maylis de Kerangals Stil ein. Er nimmt das Tempo heraus, geht in die Zeitlupe … die Sätze bleiben aber immer gut lesbar, nicht zuletzt dank der geschmeidigen Übersetzung von Andrea Spingler.«

Wolfgang Schneider, Der Tagesspiegel

»Maylis de Kerangal hat eine große Sprache gefunden für diese Geschichte einer ungeheuren Lebenserschütterung. In ein in tiefe Wahrnehmungsschichten wirkendes, sehr poetisches Deutsch übersetzt hat es Andrea SpingIer.«

Annemarie Stoltenberg, NDR

»Meisterhaft erzählt de Kerangal von Spendern, Eltern, Medizinern und Empfängern – die Geschichte einer Organspende. 24 Stunden zwischen Tod und Leben. Nach einem Zitat von Anton Tschechow, Schriftsteller und Arzt: ›Die Toten begraben, die Lebenden reparieren‹.«

ZDFaspekte

»Dies ist keine Allerweltsprosa, sondern eigenwillige, bisweilen fordernde Erzählartistik. Ein Roman, der buchstäblich unter die Haut geht.«

Wolfgang Schneider, Deutschlandradio Kultur

»Nicht zuletzt ist Die Lebenden reparieren hervorragend recherchiert und erklärt, bisweilen brutal detailreich, wie ein Hirntod festgestellt wird, ... Man möchte diesen Roman allen empfehlen, die aus Angst, von korrumpierten Ärzten vorschnell für tot erklärt und auf eine Handvoll verwertbarer Innereien reduziert zu werden, das Thema Organspende bislang ignoriert haben.«

Dana Buchzik, SPIEGEL ONLINE

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Sätze wie Architektur, die verschiedenste Erlebens- und Sichtweisen behutsam und brutal zugleich an das Tageslicht hebend. Die Sprache wie ein Chirurgenmesser, durch Unbestechlichkeit an innere Zustände des Seins gelangend, behutsam Schicht um Schicht aufdeckend.
Dieses Buch ist ein wertvolles Gut, herausragende Literatur!
Nicole Koreimann, 01.12.2015

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