Michael Hampe
Die Lehren der Philosophie - Eine Kritik

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Erschienen: 14.04.2014
Gebunden, 455 Seiten
ISBN: 978-3-518-58605-1
Auch als eBook erhältlich

»Das Leben ist kein Argumentationsgang.«

Was will die Philosophie? Michael Hampe stellt fest: Sie will belehren und erziehen. Zu diesem Zweck stellt sie Behauptungen auf. Aristoteles behauptet, dass die Welt ewig ist, Thomas von Aquin, dass sie geschaffen wurde. Descartes behauptet, dass es zwei, Spinoza, dass es nur eine Substanz gibt. Und so weiter. Doch was ist das eigentlich für ein Vorhaben – andere belehren? Und hat nicht schon Sokrates dieses Projekt in Frage gestellt?

Hampe untersucht das komplizierte Verhältnis von Philosophie, Erziehung und Erzählung und entwickelt eine sokratisch inspirierte Kritik philosophischer Lehren. Behaupten ist ihm zufolge nur dann ein sinnvolles Projekt, wenn man erklären kann. Erklären ist aber etwas anderes, als Gefolgschaft zu Behauptungen zu organisieren. Es heißt, zu erzählen: von Prozessen der Selbsterkenntnis – von den Leben derer, denen etwas einleuchtet. In diesem Sinne sind Sophokles und Proust Philosophen. Und erziehen heißt nicht, Menschen dazu zu bringen, Neues über die Welt zu behaupten, sondern dazu, von ihr zu berichten, die Verhältnisse auf ihr zu kritisieren. Das wusste schon John Dewey.

Die Lehren der Philosophie ist Einführung, Kritik und Utopie in einem. Hampe zeigt, wie und warum die Philosophie zu dem geworden ist, was sie heute ist: ein akademisches Karriereprogramm, ein zahnloser Tiger im Dschungel der Welt. Und was sie (wieder) sein könnte, wenn sie sich von ihrem doktrinären Anspruch verabschieden würde: ein besonderer Ort des Nachdenkens über das menschliche Leben.

Pressestimmen

»In seinem Herzen ist Hampes Buch ein Versuch über das Verhältnis von Philosophie und Literatur.«

Martin Seel, DIE ZEIT

»... für Hörer aller Fakultäten geschrieben.«

Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Originalität der Philosophie liegt … darin, das theoretische Wissen – und seine Lehren – mit Blick auf die Erfahrungen der Zeitgenossen aufzunehmen und ihm eine zeitgemässe Gestalt zu geben. Das ist Michael Hampe grossartig gelungen. Alle, Philosophen wie Nichtphilosophen, können bei ihm sehen und ermessen, was die Philosophie zu sagen hat.«

Ralf Konersmann, Neue Zürcher Zeitung

»Sein Buch Die Lehren der Philosophie ist ein Essay über und ein Aufruf zur Freiheit.«

Thomas Palzer, Deutschlandfunk

»Die Lehren der Philosophie stellt eine rein theoretische, aber längst überfällige Abrechnung mit der akademischen Philosophie dar, die deren Ansprüche mit ihrem gesellschaftlichen Abstieg zum bloßen Karriereprogramm abzugleichen versucht.«

Kirstin Breitenfellner, Falter

»Dass Michael Hampe die eigene Stimme für dieses ermunternde und plausible Plädoyer für ein intellektuell schöpferischeres Sprechen und Schreiben, für Literatur als Erkenntnismittel erhoben hat, darf als ein echter Glücksfall betrachtet werden .«

Kirsten Voigt, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Wer wissen will, wofür das Herz heutiger Philosophen schlägt, findet in Michael Hampes Die Lehren der Philosophie die derzeit besten Antworten. Kaum ein Buch hat in den letzten Jahren so deutlich formuliert. wofür Philosophie steht.«

Gert Scobel, Philosophie Magazin August/September 2014

»Hampe ... schreibt detailreich und konkret, ohne sich in Einzelheiten zu verbeißen, und ermöglicht einen souveränen Blick über den Tellerrand.«

Patrick Spät, Gehirn und Geist 9/2014

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