Johann Wolfgang Goethe
Die Leiden des jungen Werther - (Ausgabe mit Filmcover!)
D: 5,00 €
A: 5,20 €
CH: 7,90 sFr
Erschienen: 18.09.2006
insel taschenbuch 3500, Broschur, 172 Seiten
ISBN: 978-3-458-35200-6
Seit 18. März 2011 auf DVD erhältlich: »Goethe!«, ein romantischer Liebesfilm um den jungen Johann Wolfgang Goethe und die Entstehung von Die Leiden des jungen Werther.
Der junge, bislang erfolglose Dichter Johann Wolfgang Goethe vernachlässigt sein Jurastudium und wird deshalb von seinem wütenden Vater ans Reichskammergericht in ein verschlafenes Städtchen verbannt. Dort verliebt sich Johann unsterblich in die junge Lotte. Doch das Glück findet ein jähes Ende: Lotte ist bereits dem Gerichtsrat Kestner versprochen, mit dem sie sich bald darauf verlobt. Johann will um Lotte kämpfen. Er fordert seinen Vorgesetzten zum Duell – und landet im Gefängnis. Aber er gibt nicht auf. Verzweifelt schreibt er seine und Lottes Geschichte für sie auf: Dieser längste Liebesbrief der Welt wird sein Roman Die Leiden des jungen Werther – und Johann Wolfgang Goethe zur Kultfigur und zum ersten Literaturstar Europas.
Willkommen und Abschied
Mir schlug das Herz; geschwind zu Pferde,
Und fort, wild, wie ein Held zur Schlacht!
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stund im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetürmte Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von seinem Wolkenhügel,
Schien kläglich aus dem Duft hervor;
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer–
Doch tausendfacher war mein Mut;
Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzes Herz zerfloß in Glut.
Ich sah dich, und die milde Freude
Floß aus dem süßen Blick auf mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbes Frühlings Wetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter!
Und hofft’ es, ich verdient’ es nicht.
Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen, welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du gingst, ich stund, und sah zur Erden,
Und sah dir nach mit nassem Blick;
Und doch, welch Glück! geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück.
aus: Liebesgedichte von Johann Wolfgang Goethe












