Hans Joas
Die Macht des Heiligen - Eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung

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Erschienen: 09.10.2017
Gebunden, 527 Seiten
ISBN: 978-3-518-58703-4
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

»Entzauberung« ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis der Moderne. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich? Was genau meinte Max Weber damit? Und sind seine kanonisch gewordenen Vorstellungen überhaupt haltbar beziehungsweise: Sind sie alternativlos?

Die Macht des Heiligen ist der Versuch, »Entzauberung« zu entzaubern. Dazu widmet sich Hans Joas zunächst exemplarischen Fällen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Religion seit dem 18. Jahrhundert. In direkter Auseinandersetzung mit Weber entfaltet er sodann den Grundriss einer Theorie, die dem machtstützenden Potenzial von Religion ebenso gerecht werden kann wie dem machtkritischen. An die Stelle des Geschichtsbilds vom unaufhaltsam fortschreitenden Prozess der Entzauberung tritt die Konzeption eines Spannungsfelds zwischen Dynamiken der Sakralisierung, ihrer reflexiven Brechung und den Gefahren ihrer Aneignung in Prozessen der Machtbildung. Das beinhaltet Zumutungen – für Gläubige ebenso wie für säkulare Geister.

Aus dem Buch

»Wir brauchen neue Narrative der Religionsgeschichte, die an die Stelle des Entzauberungsnarrativs treten können.«

»Eine Wissenschaft, die sich als Überwinderin des Glaubens versteht, und ein Glaube, der sich von der Wissenschaft nur bedroht fühlt – das sind zwei Seiten derselben Medaille.«

Pressestimmen

» [...] eine wuchtige, gleichwohl respektvolle Kampfansage an die Soziologie.«

Thomas Assheuer, Die Zeit 41/2017

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