Thomas Brasch
»Die nennen das Schrei« - Gesammelte Gedichte

Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Martina Hanf und Kristin Schulz
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D: 49,95 €
A: 51,30 €
CH: 66,90 sFr

Erschienen: 20.05.2013
Gebunden, 1029 Seiten
ISBN: 978-3-518-42345-5

Inhalt

Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer, ist eine der markantesten Figuren der jüngeren deutschen Literatur. Neue deutsche Dichtung, die von Goethe, Heine, Brecht, von Spruch und Lied herkommt, hat in ihm ihren Meister gefunden – und viel zu früh verloren. Vom Widmungs- und Gelegenheitsgedicht über Ballade und Lied bis hin zu Stückcollage und Fototext – die Gesammelten Gedichte ermöglichen es zum ersten Mal, sich ein umfassendes Bild des im Verlauf von 40 Jahren entstandenen lyrischen Werks zu machen.

In zeitlicher Folge enthält die Ausgabe sämtliche zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichte - darunter Raritäten wie die in der Reihe Poesiealbum veröffentlichte Sammlung von 1975, Braschs einzige DDR-Publikation von Gedichten, oder, seit Jahren vergriffen, Kargo. 32. Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen Haut zu kommen aus dem Jahr 1977.

Hinzukommen die verstreut veröffentlichten Gedichte, die für diesen Band zusammengetragen wurden. Ferner zahlreiche Texte aus dem Nachlaß, unbekannte und bereits veröffentlichte. Unter Verwendung von Selbstaussagen bietet der Kommentar - mit Nachweisen zur Textgenese, Erläuterungen zu Namen, Widmungen, biographischen Details und Zitaten - umfangreiche Zusatzinformationen zu jedem Gedicht.

»Ein Schreiben, das dem Wünschen ebenso unbedingt die Treue hält wie der Wirklichkeit.« Thomas Wild

Aus dem Buch

»Da ist ein Gott und setzt sich zwischen alle Stühle. Er sieht genauso aus wie ich mich fühle.«

Pressestimmen

»Mitreißend sind Braschs Gedichte ... vor allem dann, wenn der Wütende, der Verliebte und der Fool aufeinandertreffen.«

Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

»Die nennen das Schrei ist eine umfassende Sammlung, die Thomas Braschs poetisches Schaffen in all seinen Facetten widerspiegelt … selbst in seiner rasch verfassten Gebrauchslyrik, die vor allem im Nachlassteil des Bandes zu finden ist … bleibt Thomas Brasch als origineller, oft witziger und vor allem äußerst sprachbewusster Autor  erkennbar.«

Ralph Gerstenberg, Deutschlandfunk

» Die Herausgeber Martina Hanf und Kristin Schulz haben einen Schatz gehoben und ans Tageslicht gebracht. Damit der große Rebell und begnadete Sprachartist wiederentdeckt und weiterhin gewürdigt wird.«

Constanze Matthes, Mitteldeutsche Zeitung Ostern 2015

»Die Gedichte ... zeugen von der Bedeutung Thomas Braschs als wichtigem Autor der deutschen Nachkriegsliteratur. Sie haben nichts von ihrer Schönheit, Eindringlichkeit und auch (politischen) Relevanz verloren.«

Tobias Schmidt, literaturkritik.de

Nachrichten

Kommentare

»Ich habe eine Weile gezögert, 1029 Seiten, habe ja eh ein paar Brasch-Bücher, das muss doch nicht sein, so der unsinnige Gedanke. Hat man das Buch einmal in der Hand – Gedichte gewinnen!«
Siegfried Völlger, Hugendubel, 23.04.2014

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