Hg.: Boris Groys, Michael Hagemeister
Die Neue Menschheit - Biopolitische Utopien in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Aus dem Russischen von Dagmar Kassek. Herausgegeben von Boris Groys und Michael Hagemeister
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D: 24,00 €
A: 24,70 €
CH: 34,50 sFr

Erschienen: 31.10.2005
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1763, Taschenbuch, 688 Seiten
ISBN: 978-3-518-29363-8

Inhalt

Um die Jahrhundertwende entwarfen russische Autoren radikale Projekte einer totalen Umgestaltung des Lebens, vor deren Hintergrund heutige Biopolitikdebatten geradezu bescheiden wirken. So entwarf etwa Fedorov das »Projekt der gemeinsamen Tat«, dessen Ziel es war, mittels moderner Technik alle Toten künstlich auferstehen zu lassen; die »Biokosmisten« proklamierten den Kommunismus als Weg zur Erlangung der Unsterblichkeit, und Ciolkovskij, der Vater des sowjetischen Raumfahrtprogramms, hatte das Ziel vor Augen, andere Planeten mit auferstandenen Menschen zu bevölkern. Der Band stellt die bisher unbekannt gebliebenen biopolitisch-utopischen Entwürfe vor und veranschaulicht die in der westlichen Rezeption kaum wahrgenommene ideologische Komponente der kommunistischen Weltanschauung, die bis in die postkommunistische Gegenwart wirkt.

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