Beat Wyss
Die Pariser Weltausstellung 1889 - Bilder von der Globalisierung

Die Pariser Weltausstellung 1889
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Erschienen: 15.11.2010
Gebunden, 288 Seiten
ISBN: 978-3-458-17485-1

Inhalt

Die gelungenste Weltausstellung aller Zeiten war die Exposition Universelle de Paris von 1889. Weit über 32 Millionen Menschen besuchten das gigantische Spektakel mit knapp 62.000 Ausstellern aus 54 Nationen und 17 französischen Kolonien. Das Wahrzeichen der Schau, der Eiffelturm, blieb Paris bis heute erhalten.

Einen legendären Ruf erwarb sich auch das offizielle, wöchentlich erscheinende Journal der Weltausstellung. Auf großformatigen, mit Stahlstichen üppig illustrierten Seiten berichtete es von den Sensationen vor Ort, von dreirädrigen selbstfahrenden Karren und ethnologischen Dörfern, in denen es Kamelreiten für die Kinder und Bauchtänze für die Herren gab. Der Schweizer Kunsthistoriker Beat Wyss hat die hundert originellsten Abbildungen ausgewählt. Sie illustrieren, wie die Expo den Erdball auf ein »Weltdorf« zwischen Trocadéro und Champ de Mars schrumpfen lässt, wie räumliche Distanzen abgebaut und dabei kulturelle Differenzen freigelegt werden. Das späte 20. Jahrhundert wird dafür den Begriff der Globalisierung prägen. Beat Wyss zeigt, wie die Gesellschaften seit dem 19. Jahrhundert mit diesem Prozeß umgehen und mit der Verwestlichung der Welt eine Orientalisierung des Westens einhergeht. Dem Leser als Flaneur über die Bühne der Weltausstellung wird klar: Die Expo 1889 belegt nicht nur den aktuellen Zustand einer Zeit, sondern bietet über die spektakuläre Anordnung ihrer Exponate den Vorschein einer gesellschaftlichen Utopie.

- Üppig illustriert

- Die Globalisierung in Bildern

Pressestimmen

»Beat Wyss ist ein schönes Kunststück gelungen. Er bietet eine anschauliche Darstellung der Pariser Weltausstellung und zeigt, was aus den Träumen unserer Urururgroßeltern wurde.«

Eva Hepper, Deutschlandradio Kultur

»Leser erfahren aus dem reich bebilderten Band zweifellos interessante Einzelheiten über das Treiben in den einzelnen Länderpavillons, über Gustave Eiffel oder über den Zusammenhang vom Vitalismus und Elektrizität.«

Georg Leisten, Stuttgarter Zeitung

» ... Wyss entwirft ein anschauliches Bild der Weltausstellung, das die zeitgeschichtlichen Hintergründe beleuchtet, aber auch scheinbar nebensächlichen Erscheinungen wie den allgegenwärtigen Imbissständen ihr kulturhistorische Bedeutung zu geben vermag.«

Peter Geimer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In seinem wunderbaren Buch Die Pariser Weltausstellung 1889 - Bilder von der Globalisierung erzählt Beat Wyss auf kurzweilige und kluge Weise von der Expo, für die der Eiffelturm errichtet wurde. ... Illustriert ist Wyss' Buch mit einer Vielzahl zeittypischer, im Glasgravur-Rasterverfahren reproduzierter Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Journal l'Exposition der Paris 1889, das Wyss schon als Student in den Sechzigern im Stadtarchiv Luzern entdeckt hatte...«

Sebastian Hammelehle, Spiegel online

»Nicht nur die Stiche vom Bau des Eifelturms, dem damals höchsten Gebäude der Welt, lohnen die Lektüre. Auch die Bilder von Pavillons und Vorführungen aus aller Herren Länder sind eine Augenweide.«

Frankfurter Rundschau

»Die höchst gelungene Reproduktion einer Auswahl von 100 Illustrationen, die Wyss in seinem Buch versammelt, sind von einer atmosphärischen Dichteund erinnern an vergilbte, unter der Bettdecke heimlich gelesene Abenteuerromane aus fernen Ländern, an schauerliche Kriminalgeschichten der Belle Époque.«

Joachim Lucchesi, Lesart 1/2011

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