Mykola Rjabtschuk
Die reale und die imaginierte Ukraine - Essay

Aus dem Ukrainischen von Juri Durkot. Mit einem Nachwort von Wilfried Jilge
Die reale und die imaginierte Ukraine
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D: 10,00 €
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CH: 15,90 sFr

Erschienen: 27.02.2006
edition suhrkamp 2418, Broschur, 175 Seiten
ISBN: 978-3-518-12418-5

Inhalt

Was war das für ein Land, in dem Wahlen gefälscht, Journalisten ermordet, Präsidentschaftskandidaten im Wahlkampf vergiftet wurden? Wie war es möglich, daß Millionen Bürger nach wochenlangen massenhaften Protesten einen friedlichen Machtwechsel erzwingen konnten? Was muß geschehen, damit eine demokratisch und rechtsstaatlich verfaßte Ukraine sich als neuer, sanfter Machtfaktor im Osten Europas etablieren kann? Mykola Riabtschuk beschreibt, warum der Emanzipationsprozeß in der größten, wirtschaftlich wichtigsten ehemaligen Sowjetrepublik auch nach der formalen Unabhängigkeit 1991 schwerfälliger verlief als in den anderen osteuropäischen Transformationsstaaten. Und er zeigt, daß sich die regionale und mentalitätsgeschichtliche Differenziertheit dieses Landes zwischen Lemberg und Charkow, Kiew und Sewastopol, Czernowitz und Donezk für die Modernisierung des europäischen Ostens als Glücksfall erweisen wird.
 

Pressestimmen

»Es geht einfach darum, wie sich Nationen innerhalb oder an den Rändern einer postnationalen politischen Großstruktur verstehen. Es ist deshalb außerordentlich wichtig, daß mit der Übersetzung des Essaybandes von Mykola Rjabtschuk...eine der bedeutendsten intellektuellen Stimmen der Ukraine zu vernehmen ist.«
Michael Jeismann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Was auffällt, ist Rjabtschuks Gedankenreichtum; was einnimmt, ist sein umfassendes Wissen; was fasziniert, ist seine oftmals un Ungerechte abirrende Urteilsfreude, die es in sich hat ... Rjabtschuks Essay ist eine ausgezeichnete Einführung in die Debatten, die Intellektuelle in Lwiw und Donezk, Kiew und Charkiw führen.«
Uwe Dath, Frankfurter Rundschau

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