Seyla Benhabib
Die Rechte der Anderen - Ausländer, Migranten, Bürger

Aus dem Amerikanischen von Frank Jakubzik
Die Rechte der Anderen
Leseprobe » Bestellen »


D: 24,80 €
A: 25,50 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 20.10.2008
Gebunden, 225 Seiten
ISBN: 978-3-518-41998-4

Inhalt

Nationalstaatliche Grenzen definieren die einen als Mitglieder, die anderen als Fremde. Wenn aber die staatliche Souveränität zunehmend ausfranst und die nationale Staatsbürgerschaft immer mehr ausfasert, wie es im Gefolge der Globalisierung geschieht, dann werden auch ihre Definitionen immer unklarer. Hier sieht Seyla Benhabib eine der dringlichsten und problematischsten Aufgaben der heutigen Weltpolitik.
In Die Rechte der Anderen untersucht Benhabib die Prinzipien und Praktiken zur Einbindung von Fremden und Immigranten in die bestehende politische Praxis. Sie greift dabei auf aktuelle Beispielfälle zurück, unter anderem auf den »Kopftuchstreit« in Frankreich und Deutschland.
Benhabib plädiert – im Sinne Kants – für einen moralischen Universalismus und einen kosmopolitischen Föderalismus. Sie tritt ein für durchlässige Grenzen – nicht für absolut offene –, wobei sie sich nicht nur für das Recht von Flüchtlingen und Asylsuchenden auf Aufnahme stark macht, sondern auch für das regulative Recht der Demokratien.

Pressestimmen

»Die Rechte der Anderen empfiehlt sich auch für jemanden, der sich dieser besonders eindrucksvollen zeitgenössischen Denkerin zum ersten Mal lesend nähert.«
Hilal Sezgin, Die Zeit

»Benhabibs Analysen konzentrieren sich auf die Untersuchung von Grenzbereichen der politischen Gemeinschaft, Fragen der politischen Zugehörigkeit und auf demokratische Prinzipien in der Integration des Anderen in die bestehende politische Praxis. Seyla Benhabib bietet so einen Einstieg in eine Diskursethik, die grundsätzliche Menschenrechte hervorkehrt und eine globale Gerechtigkeit fordert, allerdings Gefahr läuft, einen neuen moralischen Universalismus zu konstruieren.«

Ursula-Maria Probst, fiber Heft 15/ 2009

»[Eine] außergewöhnlich materialreiche, klug und radikal argumentierende Abhandlung. Jenseits von zynischem Kulturrelativismus und hysterischen Sicherheitsdebatten werden die Prinzipien zur Einbindung der ethnisch, kulturell, religiös und politisch Anderen in die ›Wohlstandsgesellschaften‹ des sogenannten Westens erörtert. ... Bleibt zu ergänzen, dass der Übersetzer, Frank Jakubzik, seine Arbeit hervorragend gemacht hat, sowohl sprachlich als auch in der Behandlung der zitierten philosophischen und juristischen Quellen.«

Hermann Klenner, Das Argument 282/2009

»Seyla Benhabib schlägt eine Schneise in das Dickicht der ›Staatszentrierungen‹, die sich in den Begründungen für den Nationalstaat entwickelt haben, und arbeitet unhintergehbar den inneren Zusammenhang von staatsimmanentem Demokratieanspruch und dem Anspruch dieser Staaten, die Menschenrechte zu realisieren, heraus...Um die Argumente für eine menschenrechtlich orientierte Demokratisierung der Staaten und ihre kosmopolitischen Öffnungen zu schärfen, bedarf es der Reflexionen, wie sie Seyla Benhabib ausgearheitet hat, und der Debatten, die sie angeregt hat. Die Lücke zwischen universellen Menschenrechten und partikularen Bürgerrechten ist argumentativ kleiner geworden.«

Franz Hamburger, Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau 2/2010

Nachrichten

Kommentieren