Wendy Brown
Die schleichende Revolution - Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerstört

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Schröder
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Erschienen: 07.09.2015
Gebunden, 330 Seiten
ISBN: 978-3-518-58681-5
Auch als eBook erhältlich

SZ/NDR-Bestenliste Sachbuch
 

»Demokratie kann auch von innen zerstört und ausgehöhlt werden.«

Der Neoliberalismus bestimmt spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges alle Gesellschaften der westlichen Welt. Aber was ist Neoliberalismus? Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown zeigt in ihrem scharfsinnigen Buch, dass Neoliberalismus mehr ist als eine Wirtschaftspolitik, eine Ideologie oder eine Neuordnung des Verhältnisses von Staat und Wirtschaft. Vielmehr handelt es sich um eine Neuordnung des gesamten Denkens, die alle Bereiche des Lebens sowie den Menschen selbst einem ökonomischen Bild entsprechend verändert – mit fatalen Folgen für die Demokratie.

Alle Sphären der Existenz werden im Neoliberalismus wirtschaftlichen Gesichtspunkten unterworfen und diesen entsprechend vermessen: die Politik, das Recht, die Kultur, die Bildung, die Familie, die Geschlechterrollen. Das alte europäische Ideal des homo politicus, der sich für das Gemeinwesen engagiert, wird ersetzt durch das des homo oeconomicus, der sich als Humankapital verstehen und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern soll. Damit wird das Volk als Zusammenschluss der Bürgerinnen und Bürger und Grundlage der Demokratie abgeschafft und in der Konsequenz diese selbst. Trotz aller Wirtschafts- und Finanzkrisen setzt sich diese schleichende neoliberale Aushöhlung unserer Gesellschaften scheinbar unaufhaltsam fort, wie Brown an einer Reihe von Fallbeispielen, etwa der neoliberalen Umstellung des Arbeitsrechts oder des Bildungssystems, zeigt. Ist die Demokratie überhaupt noch zu retten? Ein kritisches, ein aufwühlendes Buch.

Im Original erschienen unter dem Titel Undoing the Demos: Neoliberalism's Stealth Revolution (Zone Books).

Pressestimmen

» ... eine fulminante Streitschrift«

Jens Hacke, Süddeutsche Zeitung
»Wendy Brown legt eine scharfsinnige Analyse des neuen Menschen vor«
Cord Riechelmann, taz. die tageszeitung

»Ein wichtiges Buch«

Thomas Immervoll, politix 38/2015

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