Peter Sloterdijk
Die schrecklichen Kinder der Neuzeit - Über das anti-genealogische Experiment der Moderne

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Erschienen: 06.07.2015
suhrkamp taschenbuch 4603, Taschenbuch, 489 Seiten
ISBN: 978-3-518-46603-2
Auch als eBook erhältlich

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Ein Schwarzbuch über die Zukunft

Was treibt die Menschheit voran? Entwickelt sie sich von Niederem zu Höherem? Orientiert sich Fortschritt an Lehren aus der Geschichte? Ist Geschichte als Progression der und in der Freiheit zu begreifen?

Solche überkommenen Fragen und die korrespondierenden unpassenden Antworten blenden den Übergang von einer Generation zur nächsten aus, der zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer mehr gefährdet ist.

Mit dem Gelingen oder Scheitern dieses Übergangsstadiums, in welchem teilweise kriegerische und mörderische, teilweise die Population ganzer Kontinente auslöschende Szenarien dominieren, steht der Fortbestand der uns bekannten Zivilisation auf dem Spiel. Deshalb ist das neue Buch von Peter Sloterdijk eines von der äußerst pessimistischen Sorte: ein Schwarzbuch über kommende Generationen.

Denn da in der Moderne die Traditionsfäden chronisch reißen und immerfort neue Vektoren den Zug ins Kommende bestimmen, wandeln sich die Individuen zu »Kindern ihrer Zeit«, Nachkommen »schlagen aus der Art«. Da moderne Elterngenerationen selbst meist schon zivilisatorisch labil antreten, gerät die Formung ihres Nachwuchses zu einem unbeendbaren Match zwischen potenziell schrecklichen Eltern und potenziell schrecklichen Kindern.

Aus dem Buch

»Vielleicht ist, was man Revolutionen nennt, nichts anderes als die Weigerung von Kollektiven, nur Zuschauer bei Endspielen zu sein.«

Pressestimmen

»Fazit, dieses Buch hat es in sich.«

Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung

»Sloterdijks Ironien sind allseitig, sie richten sich gegen die Denkzumutungen der Theologie ebenso wie gegen die Monstrositäten geschichtsphilosophischer Beglückung. Dank dieser Freiheit im Schreiben kommt Peter Sloterdijk der augenblicklichen Verunsicherung so nah wie sonst kein anderer Philosoph.«

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»Sloterdijk ist einem dunklen zivilisationsdynamischen Geheimnis auf der Spur ... Es ist ein imposantes Panorama, das er sich abgesteckt hat ... «

Stephan Schlak, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Seine frei schwebende Intelligenz macht enorm viel Spass. Er lockt, spekuliert, jongliert. Das ist großes Entertainment. Sehr gute Unterhaltung«

Christine Richard, Basler Zeitung

»Die schrecklichen Kinder der Neuzeit ist alles andere als ein Erziehungsratgeber. Es ist ein inspirierender Versuch über den Traditionsbruch. Es behandelt nicht nur die Figur des noblen und ›eleganten Bastards‹, sondern es ist selbst ein solcher Bastard. Eine Mischung aus Reflexion und subversivem Pamphlet ... «

Bayerischer Rundfunk Online

»Der Skandal, den diese Sloterdijk-Lektüre aufdeckt, ist der, dass wir uns falsch verstanden haben – zu sehr als Ausgeburten der Herkunft anstatt als Zeugen des eigenen Tuns. Es gelingt dem Karlsruher Philosophen, diesen Irrtum zu korrigieren und uns in der Gegenwart des Hyper-Individualismus zu begrüßen.«

Philip Kovce, Deutschlandradio Kultur

»Peter Sloterdijk provoziert mit einer beherzten Kulturkritik.«

Roland Mischke, St. Galler Tagblatt

»Wer die unverwechselbare sloterdijksche Mischung aus philosophiekundiger Kulturgeschichte, garniert mit tausend witzigen Wendungen, unzähligen Neologismen und einer guten Prise Apokalyptik und Zynismus mag, kommt auch hier auf seine Kosten.«

Johanna di Blasi, Dresdner Neueste Nachrichten

Nachrichten

Kommentare

»Sloterdijk zeigt sich in seiner belesenen und wissenden Art, unterhaltsam verweist er auf die schwächen der Moderne als Denksystem und ihre Überschätzung. Die Konsequenzen des überforderten naturwissenschaftlichen Ansatzes in vielen Geisteswissenschaften will keiner sehen. ...«
Reiner Girstl, 20.08.2015

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