Mario Vargas Llosa
Die Welt des Juan Carlos Onetti

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar
Die Welt des Juan Carlos Onetti
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CH: 35,50 sFr

Erschienen: 18.05.2009
Gebunden, 220 Seiten
ISBN: 978-3-518-42088-1

Inhalt

Mario Vargas Llosa gehört zu den frühen Lesern Onettis; bereits 1967 hat er emphatisch auf ihn als den "eigentlichen Meister" hingewiesen. Seine lebenslange Faszination hat er in diesem Essay mit der ihm eigenen Klarheit dargelegt, als Gang durch Leben und Werk des großen Autors aus Lateinamerika.

Er schreibt über Onettis Erzählkosmos Santa María, sein Verhältnis zu Roberto Arlt, den Einfluß von Faulkner und Céline, die ambivalenten Bezüge zwischen der Literatur Borges' und Onettis. Vargas Llosa taucht ein in das Werk Onettis und zeigt, auf welch subtile und zugleich kraftvolle Weise dort die parallele Welt dargestellt wird, die die Menschen sich neben dem faktischen Leben schaffen.

Seine Bewunderung resümiert Vargas Llosa so: "Das ist das Geheimnis des geglückten künstlerischen Werkes: Wir genießen: leidend, werden verführt und bezaubert, während es uns eintaucht in das Böse, das Grauen. Diese paradoxe Metamorphose ist den wahren Schöpfern vorbehalten, deren Werke sich über Zeit und Raum ihres Entstehens hinwegsetzen. Onetti war einer von ihnen."

Pressestimmen

»Vargas Llosa gelingt es in seinem Essay, die wegweisende Bedeutung Onettis für die lateinamerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts fachlich fundiert und gleichzeitig persönlich überzeugend darzustellen.«

Michaela Schmitz, Deutschlandfunk

»In Onettis Werk sind Politik, Krimiplot und romantische Sinnsuche ineinander verzahnt. ... In dieser düsteren Parabel einer Nacht geht es um die menschliche Existenz unter den Bedingungen totalitärer Politik.«

Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung

»Lateinamerika ist für europäische Leser selbst so etwas wie eine parallele Welt, die aber wirklich existiert. ... Vargas Llosa dekliniert dieses große Thema anhand der hierzulande immer noch zu entdeckenden Welt des Juan Carlos Onetti so virtuos, als wollte er uns in die große parallele Welt der Literatur für immer entführen.«

Harald Loch, Aachener Zeitung

»Die Möglichkeit, sich eine "bessere" Welt wenigstens vorzustellen, vielleicht auch vorzulügen, ist eines der Kernanliegen von Literatur. Vargas Llosa dekliniert dieses große Thema so virtuos, als wollte er uns in die große parallele Welt der Literatur für immer entführen.«

Harald Loch, Augsburger Allgemeine

»Er war ein Pionier der literarischen Moderne, Wegbereiter für den Lateinamerika-Boom der sechziger Jahre. [...] Einsam steht sein Werk in der literarischen Landschaft Lateinamerikas. (Auf Augenhöhe zu seiner Zeit: nur Borges' Erzählungen.)«

Uwe Stolzmann, Neue Zürcher Zeitung

»Mario Vargas Llosa bietet sich uns als verlässlicher Führer durch dieses mit ästhetischer Kompromisslosigkeit geschaffene Werk an; von der klarsichtigen Verzweiflung der frühen Erzählung Willkommen, Bob bis zu dem Roman Die Werft

Holger Schlodder, NDR-Kultur

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