Richard Rorty, Gianni Vattimo
Die Zukunft der Religion

Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian und Nora Fröhder. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Santiago Zabala
Die Zukunft der Religion
Leseprobe » Bestellen »


D: 10,00 €
A: 10,30 €
CH: 14,90 sFr

Erschienen: 18.05.2009
vdw 12, Broschur, 114 Seiten
ISBN: 978-3-458-72012-6

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Nicht erst seit der vielbeachteten Wahl des neuen Papstes, nicht erst seit den religiös motivierten Terroranschlägen, die die westlichen Demokratien erschüttert haben, und nicht erst seit der Wiederkehr religiöser Fundamentalismen in allen Teilen der Welt wird deutlich, daß die Frage der Religion zu einer Nagelprobe der Zivilisation geworden ist. Doch war die Religion nicht längst überwunden?

Die Philosophen Richard Rorty und Gianni Vattimo, die als Vertreter einer dezidierten Metaphysikkritik nicht gerade in Verdacht stehen, dem Christentum das Wort zu reden, stellen die Frage nach der Zukunft der Religion. In pointierten Texten und einem anschaulichen Gespräch gehen sie von der Beobachtung aus, daß die Metaphysikkritik mitnichten zum Verschwinden der Religion geführt hat. Der Tod Gottes gehört der Vergangenheit an, die Religion nicht. Doch gehört ihr wirklich die Zukunft? Oder hat nicht vielmehr eine Verschiebung der religiösen Erfahrung stattgefunden, die eine Metaphysikkritik keineswegs ausschließt? Wird eine Religion ohne Gott kommen?

„Was kommt nach dem Ende der Metaphysik? Kann Religion ohne Begründungen, objektive Wahrheiten oder Gott auskommen? Zwei der einflußreichsten Philosophen unserer Tage kommen hier zu einer Antwort zusammen. Gemeinsam bestimmen Vattimos Hermeneutik und Rortys Pragmatismus unsere Vorstellung der christlichen Botschaft, daß die Liebe das einzige Gesetz darstelle, neu.“ Nancy Frankenberry

 

Pressestimmen

»Das Bändchen hat [...] Sprengkraft. Denn es stellt sich begriffsstutzig und fragt fundamental: Was heißt überhaupt Glaube? Wie läßt sich Glaube von Unglaube unterscheiden? Kann man Glauben in Worte fassen, oder verschlägt es er einem notwendig die Sprache? So postmodern die Antworten ausfallen, so mittelalterlich mutet die Radikalität der Fragen an. Beides gefällt, weil es herausfordert: die Religionen, die sich in ihre Lehrgebäuden verschanzen, aber eben auch den westlichen Knarrendiskurs, der sich mit ihnen befaßt.«
Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Mag auch kein Lösungsweg für die Zukunft der Religion auszumachen sein, außer dass Liebe und Solidarität, Nächstenliebe und Ironie bestimmend bleiben werden, so steht das gelehrte Aufzeigen des status quo für den interessierten Leser als dankenswertes Zeugnis des Was - und nicht des Wohin -, worüber gelesen und nachgedacht zu werden sich lohnt.«

Gnostika Juli 2009

»Der verdienstvolle Band diskutiert die Möglichkeit einer Religion ohne Theisten und Atheisten, die Zukunft der Religion nach der Metaphysik und macht verstreute Texte von Richard Rorty und Gianni Vattimo zum Thema sowie ein Gespräch zwischen Richard Rorty, Gianni Vattimo und Santiago Zabala neu zugänglich.«

ham, Artheon Nr.28/29, Nov 2010

Kommentieren