Eva Hornung
Dog Boy - Roman

Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Dog Boy
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A: 9,20 €
CH: 13,50 sFr

Erschienen: 14.11.2011
suhrkamp taschenbuch 4288, Broschur, 332 Seiten
ISBN: 978-3-518-46288-1

Inhalt

Moskau: Ein vierjähriger Junge erwacht in einer kalten leeren Wohnung. Er wartet auf den Onkel, doch der kommt nicht nach Hause. Auch seine Mutter nicht, deren Ermahnungen er im Ohr hat. Der Junge hat Angst vor dem Onkel, der ihm verboten hat, sein Zimmer zu verlassen. Doch er ist hungrig, faßt Mut und verläßt die Wohnung. Der Junge, Romochka, ist allein. Es schneit, die Menschen beachten ihn nicht, nur ein Hund nähert sich ihm, aggressiv, dann neugierig. Romochka folgt dem Hund, und der Hund – die Hündin – gestattet ihm zu folgen. Hin zu ihrer Höhle in einem verlassenen Gebäude. Zu seiner neuen Familie. Romochkas Leben als Hund beginnt.

„Dog Boy befasst sich intensiv mit der Frage, was das Menschsein ausmacht, wie wir zu Menschen werden und wie wir es schaffen, an unserer Menschlichkeit, wenn wir sie einmal besitzen, festzuhalten.“ Donna Leon

 

Pressestimmen

»Eva Hornung hat den alten Wolfskind-Mythos, der uns seit Romulus und Remus fasziniert, in einem Großstadt-Dschungelbuch von packender Drastik neu erzählt - um an der Selbstgefälligkeit des Homo sapiens zu kratzen. Ein erstaunliches Leseabenteuer...«

Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung

»Eine berührende Geschichte vom Rand eines Müllbergs in Moskau, wo der Unterschied zwischen Mensch und Tier verschwindet, außergewöhnlich und glaubwürdig zugleich«

sdb, Frankfurter Neue Presse

»Das Wunderbare an Dog Boy ist Eva Hornungs Sprache, die sich unaufgeregt und zart über den ganzen Dreck, den ganzen Gestank, die ganze Ekelhaftigkeit des rohen, gejagten, vor Kälte noch dampfenden Fleisches legt, die sich aber gleichzeitig auch fern von Sozialkitsch und Moralisierungen hält. … Immer kurz bevor Dog Boy mit seinen kristallin-brutalen Sprache zu einem Bruce-Springsteen-Song voller Romantisierungen über die Armen und Ausgestoßenen wird, dreht Hornung ab, und zeichnet langsam, aber sicher ein Portrait des dunklen Randes von Moskau, wo der Unterschied zwischen Mensch und Tier verschwindet. Das Wunderbare an Dog Boy ist auch, dass es kein trostloser Roman ist: Obwohl alle Dreck am Stecken haben, … und obwohl Hornung Romoschka als Symptom für ein gesellschaftliches Problem ins Rennen schickt, vergisst sie nicht das Menschliche am Menschen.«

Jan Fischer, titel-magazin.de

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