Andrzej Stasiuk
Dojczland

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl
Dojczland
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D: 9,00 €
A: 9,30 €
CH: 13,50 sFr

Erschienen: 18.08.2008
edition suhrkamp 2566, Broschur, 92 Seiten
ISBN: 978-3-518-12566-3

Inhalt

»Beim Anblick eines Mercedes die Tränen runterschlucken. In die silberne Zigarre des ICE steigen, Herbst im Herzen. Durch das Olympiastadion in Berlin spazieren und eine Zigeunermelodie aus Siebenbürgen vor sich hinsummen.« Der Erzähler des Bestsellers Dojczland, ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, daß er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, daß ihn ein polnisches Skandalmagazin als »bezahlten Einflußagenten Berlins« anprangerte.  

Pressestimmen

»Stasiuks Tramp, der Deutschland gewissermaßen von den Bahnhofstoiletten her aufrollt, ist eine der doppelbödigsten Figuren, die das deutsch-polnische Drama in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Nicht dass Stasiuk hier ein abschließendes Porträt des Polen in seinem Verhältnis zu Deutschland geliefert hätte; so ein abschließendes Porträt gibt es nicht. Er hat aber mit seinem dichtenden Landstreicher eine der ungezählten Schutzmasken beschrieben, die viele Polen bis heute brauchen, wenn sie Deutschland ertragen wollen.«
Konrad Schuller, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage
»Ein gutes Buch zeigt sich auch darin, dass alle möglichen Leute ihm die widersprüchlichsten Absichten unterstellen. Ich halte Dojczland für eine verkappte Liebeserklärung. Eine groteske und ziemlich hinterhältige zwar, aber in ihrer schoddrigen Unangestrengtheit, in ihrer Selbstironie und gespielten Oberflächlichkeit großartig und sehr witzig. Denn Stasiuks Polemik über die Deutschen ist zugleich eine über die Polen, die wie wir ständig über das Deutschsein nachdenken müssen.«
Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung

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