Joanna Bator
Dunkel, fast Nacht - Roman

Aus dem Polnischen von Lisa Palmes
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A: 25,70 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 07.03.2016
Gebunden, 511 Seiten
ISBN: 978-3-518-42497-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses.

Alicja Tabor hat diese Stadt früh verlassen. Nun kehrt sie als Journalistin zurück, um Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen. Sie quartiert sich im alten Haus ein, das seit dem Tod des Vaters leer steht; die Atmosphäre ist düster, die Stimmung im einst so geliebten Garten unheimlich. Ständig fühlt sie sich beobachtet, um sie herum ereignen sich unerklärliche Dinge.

Schon in Sandberg und Wolkenfern begegnete uns Joanna Bator als Virtuosin der Verknüpfung, die in den verschwiegenen Familiendramen die Geschichte einer Epoche aufleuchten lässt. Mit der ihr eigenen Subtilität schildert sie, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. Dunkel, fast Nacht ist ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat.

Pressestimmen

»Meisterhaft verwebt Joanna Bator ihr Schicksal mit den großen Themen unserer Zeit. Sie erzählt schnell, beinahe atemlos, mit einer Gabe für liebenswert-skurrile Figuren, die den Leser an die Hand nehmen und aus der Finsternis herausführen.«

Angela Wittmann, Brigitte 9/2016

»Beeindruckend ist, wie kunstfertig Bator die vielen kaleidoskopischen Elemente ihres Romans montiert ... «

Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel

»Wie Alicja sich an ihre Schwester erinnert, gehört zu den herzzereißendsten Schwesternerzählungen der jüngsten Literaturgeschichte.«

Antje Liebsch, Brigitte Woman 5/2016

»Bator zeigt auch mit diesem Roman, dass sie international in der ersten Reihe der zeitgenössischen Schriftstellerinnen steht. Zurecht gilt sie heute in Polen als bedeutendste lebende Autorin ihres Landes.«

Emma Mai/Juni 2016

»Joanna Bator verdichtet die nicht aufgearbeiteten Traumata der polnischen Geschichte und die Herausforderungen der Gegenwart in diesem hochliterarischen Text ... . Ein düsteres Epochenportrait und eine Kriminal- und Framiliengeschichte, die man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, weil sie so ungeheuerlich ist.«

Mareike Ilsemann, WDR Online

»... deswegen lohnt es sich, Dunkel, fast Nacht zu lesen – diesen erstklassigen, teils als Krimi, teils als Groteske gestalteten Roman, der zu Recht mit dem NIKE, dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, ausgezeichnet wurde.«

Marta Kijowska, SWR2

»... wieder ein sehr packender und lesenswerter Roman der polnischen Autorin.«

Bärbel Gerdes, aviva-berlin.de

»Dieser Roman ist so reichhaltig und spielt auch sprachlich auf vielen Ebenen.«

Jeannette Villachica, Wiener Zeitung

»Dieses Buch hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.«

Gesa Füßle, Buch-Magazin 6/2016

»Wer sich einmal eingelesen hat, der wird dieses Buch nicht so schnell zur Seite legen.«

Neue (musikalische) Blätter April 2016

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