Charles Taylor
Ein säkulares Zeitalter

Aus dem Englischen von Joachim Schulte
Ein säkulares Zeitalter
Bestellen »


D: 68,00 €
A: 70,00 €
CH: 99,00 sFr

Erschienen: 12.10.2009
Gebunden, 1297 Seiten
ISBN: 978-3-518-58534-4

»Religiöser Glaube erscheint vielen Menschen heute als entbehrlich oder gar gefährlich; früheren Zeitaltern wäre diese Auffassung unverständlich gewesen. Charles Taylor, einer der größten Philosophen und Religionsdenker unserer Zeit, fragt nach Ursachen und Folgen des Aufstiegs dieser 'säkularen Option'. Seine meisterliche Erzählung dieser Geschichte ist nicht nur ein großes Bildungserlebnis; sie packt die Leser, ob gläubig oder ungläubig, im Kern ihrer Person.«

Hans Joas,

Inhalt

Was heißt es, daß wir heute in einem säkularen Zeitalter leben? Was ist geschehen zwischen 1500 – als Gott noch seinen festen Platz im naturwissenschaftlichen Kosmos, im gesellschaftlichen Gefüge und im Alltag der Menschen hatte – und heute, da der Glaube an Gott, jedenfalls in der westlichen Welt, nur noch eine Option unter vielen ist?
Um diesen Wandel zu bestimmen und in seinen Folgen für die gegenwärtige Gesellschaft auszuloten, muß die große Geschichte der Säkularisierung in der nordatlantischen Welt von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart erzählt werden – ein herkulisches Unterfangen, dem sich der kanadische Philosoph Charles Taylor in seinem mit Spannung erwarteten neuen Buch stellt. Mit einem Fokus auf dem »lateinischen Christentum«, dem vorherrschenden Glauben in Europa, rekonstruiert er in geradezu verschwenderischem Detail die entscheidenden Entwicklungslinien in den Naturwissenschaften, der Philosophie, der Staats- und Rechtstheorie und in den Künsten. Dem berühmten Diktum von der wissenschaftlich-technischen »Entzauberung der Welt« und anderen eingeschliffenen Säkularisierungstheorien setzt er die These entgegen, daß es die Religion selbst war, die das Säkulare hervorgebracht hat, und entfaltet eine komplexe Mentalitätsgeschichte des modernen ...

»Religiöser Glaube erscheint vielen Menschen heute als entbehrlich oder gar gefährlich; früheren Zeitaltern wäre diese Auffassung unverständlich gewesen. Charles Taylor, einer der größten Philosophen und Religionsdenker unserer Zeit, fragt nach Ursachen und Folgen des Aufstiegs dieser 'säkularen Option'. Seine meisterliche Erzählung dieser Geschichte ist nicht nur ein großes Bildungserlebnis; sie packt die Leser, ob gläubig oder ungläubig, im Kern ihrer Person.«

Hans Joas,

 

Inhalt

Was heißt es, daß wir heute in einem säkularen Zeitalter leben? Was ist geschehen zwischen 1500 – als Gott noch seinen festen Platz im naturwissenschaftlichen Kosmos, im gesellschaftlichen Gefüge und im Alltag der Menschen hatte – und heute, da der Glaube an Gott, jedenfalls in der westlichen Welt, nur noch eine Option unter vielen ist?
Um diesen Wandel zu bestimmen und in seinen Folgen für die gegenwärtige Gesellschaft auszuloten, muß die große Geschichte der Säkularisierung in der nordatlantischen Welt von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart erzählt werden – ein herkulisches Unterfangen, dem sich der kanadische Philosoph Charles Taylor in seinem mit Spannung erwarteten neuen Buch stellt. Mit einem Fokus auf dem »lateinischen Christentum«, dem vorherrschenden Glauben in Europa, rekonstruiert er in geradezu verschwenderischem Detail die entscheidenden Entwicklungslinien in den Naturwissenschaften, der Philosophie, der Staats- und Rechtstheorie und in den Künsten. Dem berühmten Diktum von der wissenschaftlich-technischen »Entzauberung der Welt« und anderen eingeschliffenen Säkularisierungstheorien setzt er die These entgegen, daß es die Religion selbst war, die das Säkulare hervorgebracht hat, und entfaltet eine komplexe Mentalitätsgeschichte des modernen Subjekts, das heute im Niemandsland zwischen Glauben und Atheismus gefangen ist.
Ein säkulares Zeitalter ist ein wahrhaft monumentales Buch, das die Entwicklung des religiösen Bewußtseins in der Moderne auf beeindruckende Weise nachzeichnet. Ein klassisches Opus magnum.

 

Pressestimmen

»Ein Panorama der Entfaltung des westlichen Geistes zwischen 1500 und der Gegenwart, das für sich schon die Lektüre des Buches lohnt. ... Taylor hat ein monumentales Kompendium vorgelegt, das vieles versammelt, was die reiche Forschungsliteratur der vergangenen Jahrzehnte zusammengetragen hat. Wer wissen möchte, wie abgründig das Problem der Säkularisierung gerade deshalb ist, weil es auch aus einem Zuviel an Religion entstehen kann, der greife nach diesem Buch. Er wird viel Wissenswertes darin finden.«

Volker Gerhardt, Die Welt

»In seinem Bildungsroman der Neuzeit demonstriert Taylor, dass gerade die säkulare, die demokratische, die wissenschaftliche Moderne aus einer durchweg religiösen Matrix erwuchs: Unsere Orientierung am selbstverantwortlichen Individuum als einem »heiligen« Grundwert (Emile Durkheim) ist schlicht unverständlich ohne die Geschichte der biblischen Offenbarung, die in jedem Menschenantlitz Gottes Ebenbild wiedererkennen will. ... Die vorurteilsfreie, entzauberte Naturforschung der Moderne, die demokratische Selbstregulierung und ein verallgemeinertes soziales Wohlwollen sind also für Taylor nicht Ergebnis einer Substraktion - von Welterfahrung minus Religion. Das moderne Weltbild  und die westliche Gesellchaftsordnung sind vielmehr Produkte einer genuin religiösen Reform.«

Otto Kallscheuer, Die Zeit

»Der Autor verfügt souverän über das Rüstzeug, das eine solche Spurensuche und Erzählung im philosophischen Breitwandformat verlangt: einen langen Atem, einen weiten intellektuellen Horizont, ein famoses Vermögen der geistigen Zusammenschau, die Fähigkeit, das Gedachte dem Leser zu erschließen, Sensibilität, Toleranz, Verständigungswillen...«

Dirk Lüddecke, Süddeutsche Zeitung

»[Taylor] hat hier ein epochales Werk geschaffen, das zum Verständnis unserer Zeit unverzichtbar ist.«

Werner Trutwin, Christ in der Gegenwart

»In einem großen Wurf zeichnet Taylor die moderne Geschichte des religiösen Bewusstseins nach.«

klu, Frankfurter Neue Presse

»Es gelingt dem Autor [...], dem Säkularisierungsvorgang die Aura des Selbstverständlichen, des notwendigerweise Aufgeklärten und Vernünftigen zu nehmen. [...] Taylors Buch ist so dick wie die Bibel oder der Koran. Es zeigt [...], was ein religiöser Mensch beherzigen muss, wenn er bei Verstand bleiben will.«

Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das neue Buch von Charles Taylor ist in jeder Hinsicht groß: Groß ist der Umfang - 1297 Seiten -, groß ist der Anspruch - das gesamte ›säkulare Zeitalter‹ zu erfassen -, und groß ist das Ergebnis.«

Isolde Charim, Falter 42/2009

»Taylors neuerliches Mammutwerk ist einmal mehr ungeheuer vielschichtig und erweist sich als anschlussfähig an eine Vielzahl hochaktueller Debatten um Religion, Politik, Identität und das Selbstverständnis der Moderne. Taylors Ausgangsfrage lautet noch immer: ›Wie fühlt es sich an, als Subjekt in die Welt gestellt zu sein?‹, und er zeigt, wie verschieden die Antwort um 1500 gegenüber derjenigen um 2000 ausfällt: Aus dem porösen, durchlässigen, resonierenden Selbst des Spätmittelalters ist das ›punktuelle‹, abgeschottete, aber auch autonome Selbst der Gegenwart geworden. Liest man das Buch auf diese Weise als einen Beitrag zu einer noch zu schreibenden Soziologie der Weltbeziehung, eröffnen sich faszinierende Ein- und Ausblicke.«

Hartmut Rosa

»… eine überaus lohnenswerte Lektüre, deren Sog man sich kaum entziehen kann und die den Leser vielleicht zum Zeugen für einen Paradigmenwechsel in der Religionsforschung macht.«

Peter Noss, Zeitzeichen 11. Jg/April 2010

»Und an die Adresse der professionellen – kirchlichen – Religionsapologeten mag man hinzufügen: Lest Taylor und lernt, die Säkularisierung um der Religion willen zu verteidigen!«

Henning Klingen, Basler Zeitung

Nachrichten

Kommentare

Auf das neue Buch von Charles Taylor bin ich sehr, sehr gespannt. Ich habe schon mal in der italienischen(!) Übersetzung geblättert, was meine Neugierde nur gesteigert hat. Unter den heutigen Philosophen ist Taylor einer der interessantesten und spannendsten Denker. Auf der Höhe der Zeit...Nächstens mehr,

Carl Wilhelm Macke
Carl Wilhelm Macke, 05.10.2009

Kommentieren