Marie NDiaye
Ein Tag zu lang - Roman

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Erschienen: 13.10.2012
Gebunden, 159 Seiten
ISBN: 978-3-518-42333-2

»Eine der größten Schriftstellerinnen unserer Zeit.«

Emma

 

Inhalt

Am 2. September, nicht wie sonst üblich am 1. September, will der Lehrer Herman mit seiner Frau Rose und Kind die Ferien beenden und in die Hauptstadt zurückreisen. Als er am Morgen aufwacht, muß er feststellen: beide sind verschwunden. Zugleich beherrscht statt des sonnigen Wetters dichter Nebel die Landschaft, macht alles unsichtbar. Herman macht sich in den nahegelegenen Ort auf, um bei den zuständigen Stellen die Verlustmeldung zu erstatten – und wird lange Zeit durch diesen Ort irren: als der Fremde schlechthin.

Einen Tag zu lang blieb Herman in seiner Ferienidylle – und schon hat sich alles zur Unkenntlichkeit entstellt. Die große, sprachmächtige Erzählerin Marie NDiaye läßt uns mit dem Lehrer erleben, was es heißt, die Mitmenschen, die Umwelt, nicht zuletzt die eigene Familie, als Fremdes entdecken zu müssen. Herman macht die Grunderfahrung menschlicher Existenz: Es genügt eine winzige Abweichung vom Vorgegebenen, und schon sind alle bisherigen Gewißheiten nicht mehr gültig. Auf sich selbst zurück geworfen erfindet Herman, gemeinsam mit dem Leser, sich und die Welt neu: Ausgang offen.

Im Original erschienen unter dem Titel Un temps de saison (Les Editions de Minuit).

Pressestimmen

»Ein atmosphärisch ungemein starkes Buch in der Tradition des magischen Realismus.«

Regula Freuler, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Die Französin und Wahlberlinerin ist eine der größten Schriftstellerinnen unserer Zeit.«

Emma Januar/Februar 2012
»Ein höchst irritierendes, ein tolles Stück Prosa«
Martin Ebel, Deutschlandradio Kultur

»Marie NDiaye thematisiert in dieser Gespenster-Erzählung auf aparte Weise die alte Ambivalenz französischer Großstädter gegenüber der Provinz, die als oberflächlich verlockend, aber im Grunde als verderblich, ja tödlich erscheint.«

Sigrid Löffler, kulturradio rbb
»Eine an Kafka geschulte Erzählung, die einen Sog entwickelt wie ihr Vorbild ...«
Valeria Heintges, Tagblatt, St. Gallen

»Marie NDiaye elweist sich auch mit diesem Buch als eine souveräne Erzählerin. Leichtfüßig tänzelt sie durch eine literarische Landschaft, die schon vor ihr um- und umgepflügt wurde. Aber sie selbst zieht ihre Furchen neu und voller Eleganz. Auf sehr französische Weise unheimlich ist dieses Buch: gIänzend in der Oberflächenbehandlung, doch drunter bröckelt es und brodelt's.«

Literarische Welt

»Die französische Autorin Marie NDiaye ist Spezialistin für das Erzählen des Unheimlichen, das ungesehen im Alltag, aber auch in einem selbst liegt.«

bsh, Die Furche - booklet

»Auf sehr französische Weise unheimlich: glänzend an der Oberfläche, doch darunter brückelt es und brodelt's.«

Literarische Welt

»Eine reizvoll rätselhafte Spiegelung des modernen Menschen.«

Syker Zeitung

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