Aurel Kolnai
Ekel Hochmut Haß - Zur Phänomenologie feindlicher Gefühle

Mit einem Nachwort von Axel Honneth
Ekel Hochmut Haß
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Erschienen: 26.11.2007
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1845, Broschur, 176 Seiten
ISBN: 978-3-518-29445-1

Inhalt

Aurel Kolnai (1900–1973), ein deutschsprachiger Philosoph jüdischer Herkunft, der in der Tradition der Phänomenologie Husserls und Schelers groß wurde und nach seinem Exil in Nordamerika an der Universität Oxford lehrte, ist mit seinen Studien zu Gefühlen der Aversion zu spätem Ruhm in der analytischen Philosophie Englands gelangt. Die hier versammelten Beiträge über den Ekel, den Haß und den Hochmut zeigen einen Autor, der die herkömmliche Kluft zwischen kontinentaler und analytischer Tradition spielerisch überwindet, indem er in phänomenologischer Einstellung die Struktur und den Gehalt feindlicher Gefühle skrupulös erkundet.

Ekel, Haß, Hochmut – eine neu zu entdeckende Philosophie starker Gefühle

Pressestimmen

»Kolnai gehörte wie Karl Mannheim, René Spitz, Georg Lukács oder Karl Polányi zu jenen Emigranten jüdischer Herkunft, die nach dem Ende der ungarischen Räterepublik 1919 nach Wien, Berlin oder Heidelberg flüchteten und die Kultur der Weimarer Republik mitprägten. ... Der vorliegende Band versammelt drei Arbeiten Kolnais aus den Jahren 1929 bis 1935. ... Sie zeigen eindrucksvoll, wozu eine phänomenologische Analyse der Emotionen imstande ist. Jenseits experimenteller Versuchsordnung vermag sie präzise zu rekonstruieren, in welcher Weise Selbst und Welt in den inneren Zuständen des Ekels, des Hasses oder des Hochmuts erlebt werden. ... Den Studien beigefügt hat der Herausgeber Axel Honneth ein vorzügliches intellektuelles Porträt Aurel Kolnais. Dem Frankfurter Philosophen ist es zu verdanken, dass eine wichtige Figur der Geistesgeschichte des vergangenen Jahrhunderts nun endlich die gebührende Beachtung erlangen kann.«
Wolfgang Sofsky, Neue Zürcher Zeitung

»[Kolnais] Aufsätze sind in der gegenwärtigen Diskussion vor allen Dingen deshalb von Interesse, weil die an der analytischen Denkweise seiner Kollegen geschulte phänomenologische Beschreibungsweise einen existenziellen Hintergrund hat, womit eine weitere Seite der Philosophie der Gefühle zum Ausdruck kommt. Diesen existenziellen Hintergrund legt Axel Honneth in seinem ausführlichen, äußerst lesenswerten Nachwort offen.«

Eva-Maria Engelen, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 57 / 2009

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