Inhalt
Auf dem Markt von Marrakesch trägt ein maghrebinischer Wandererzähler eine verschlungene Geschichte vor. Er fabuliert und agiert, bezieht seine Zuhörer mit ein. Erzählt wird die unmögliche Liebe zwischen zwei Gestalten anstößiger und schwankender Identität, dem gefallenen Engel und dem Paria, dem Outcast.
Der Engel ist aus dem Paradies verstoßen, das unverkennbare Züge einer totalitären Himmelsbürokratie trägt, und auf der Erde gelandet, wo Anderssein ebenfalls tabuisiert ist. Sein Gegenüber ist nicht minder verworfen; der Wüstensohn vom Stamme der Tuareg ist der westlichen Welt durch seine bloße Gegenwart, seine monströse Geschlechtlichkeit zum Anstoß geworden und wird, in städtische Unterwelten abgestiegen, zum Paria.
Gefallener Engel und Paria: komplementär aufeinander bezogen, vereint in einer Liebe, die als der schwierige und notwendige Weg zur persönlichen Freiheit verstanden wird, zur Wahrhaftigkeit des Gefühls, über die nicht die Gesellschaft, sondern einzig der eigene Sinn richten kann.
Die Erzählung führt das utopische Paar von der Sahara über die großen Pariser Boulevards bis zu den Abwasserkanälen von Pittsburgh. Auf dieser Reise - die an die alte mündliche Tradition der sich fortspinnenden Erzählung aus "Tausendundeiner Nacht" anknüpft - erleben wir eine ätzende Bloßlegung der selbstgewissen modernen Gesellschaft. Im gleichen Zuge öffnet sich das Schreiben zu einer Freiheit des gesprochenen Worts.
Eros und Subversion - das ist, unter teils greller satirischer Maskerade, das Thema dieses Romans. Und darum geht es: den Impuls der persönlichen Freiheit, das Gebot der Freiheit ernst zu nehmen. Die schöne Unverschämtheit der schweifenden Vorstellung und der ...
Inhalt
Auf dem Markt von Marrakesch trägt ein maghrebinischer Wandererzähler eine verschlungene Geschichte vor. Er fabuliert und agiert, bezieht seine Zuhörer mit ein. Erzählt wird die unmögliche Liebe zwischen zwei Gestalten anstößiger und schwankender Identität, dem gefallenen Engel und dem Paria, dem Outcast.
Der Engel ist aus dem Paradies verstoßen, das unverkennbare Züge einer totalitären Himmelsbürokratie trägt, und auf der Erde gelandet, wo Anderssein ebenfalls tabuisiert ist. Sein Gegenüber ist nicht minder verworfen; der Wüstensohn vom Stamme der Tuareg ist der westlichen Welt durch seine bloße Gegenwart, seine monströse Geschlechtlichkeit zum Anstoß geworden und wird, in städtische Unterwelten abgestiegen, zum Paria.
Gefallener Engel und Paria: komplementär aufeinander bezogen, vereint in einer Liebe, die als der schwierige und notwendige Weg zur persönlichen Freiheit verstanden wird, zur Wahrhaftigkeit des Gefühls, über die nicht die Gesellschaft, sondern einzig der eigene Sinn richten kann.
Die Erzählung führt das utopische Paar von der Sahara über die großen Pariser Boulevards bis zu den Abwasserkanälen von Pittsburgh. Auf dieser Reise - die an die alte mündliche Tradition der sich fortspinnenden Erzählung aus "Tausendundeiner Nacht" anknüpft - erleben wir eine ätzende Bloßlegung der selbstgewissen modernen Gesellschaft. Im gleichen Zuge öffnet sich das Schreiben zu einer Freiheit des gesprochenen Worts.
Eros und Subversion - das ist, unter teils greller satirischer Maskerade, das Thema dieses Romans. Und darum geht es: den Impuls der persönlichen Freiheit, das Gebot der Freiheit ernst zu nehmen. Die schöne Unverschämtheit der schweifenden Vorstellung und der ungemäßigten Kritik an unserer Lebenswelt macht Engel und Paria zu einer aufstachelnden und zugleich eigentümlich heiteren Lektüre.