Rosmarie Beier-de Haan
Erinnerte Geschichte – Inszenierte Geschichte - Ausstellungen und Museen in der Zweiten Moderne

Erinnerte Geschichte – Inszenierte Geschichte
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D: 15,00 €
A: 15,50 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 10.10.2005
Broschur, 350 Seiten
ISBN: 978-3-518-41721-8

Inhalt

Weltweit ist die Zahl der historischen Museen in den letzten Jahrzehnten dramatisch angestiegen. Das heißt: Im Rahmen der weltweit ausgerichteten Erinnerungskultur, bei der es immer auch um Werte zur Beurteilung der Gegenwart geht, gewinnt die Inszenierung von Geschichte an Bedeutung. Welche Zwecke verfolgen solche Inszenierungen? Was ermöglichen, was verdecken sie, welche versteckten Ziele verfolgen sie?
Diese Veränderungen sind Ausdruck eines international wahrnehmbaren Wandels, den Rosmarie Beier-de Haan als Entfaltung einer für die reflexive Moderne kennzeichnenden Geschichtskultur bezeichnet. Im Gefolge der Globalisierung und des an Gewicht verlierenden Nationalstaats können die historischen Museen ihre traditionellen Ziele nicht mehr erfüllen. Durch die damit verbundene Individualisierung lösen sich traditionelle Orientierungen auf, mit Rückwirkungen auf die individuelle wie kollektive Erinnerung von Geschichte und deren Funktion für die Gegenwart.
In der Zweiten Moderne, der reflexiven Moderne, gewinnt mit dem abgeschwächten Begründungsmonopol der Wissenschaften für die Präsentation von Geschichte deren Inszenierung bei der Entgrenzung von Diskursen über Geschichte an Bedeutung.

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