Nadeschda Mandelstam
Erinnerungen an Anna Achmatowa

Mit zeitgenössischem Bildmaterial Aus dem Russischen von Christiane Körner Nachwort von Pawel Nerler
Erinnerungen an Anna Achmatowa
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D: 18,90 €
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CH: 27,50 sFr

Erschienen: 14.11.2011
Bibliothek Suhrkamp 1465, Gebunden, 206 Seiten
ISBN: 978-3-518-22465-6

Inhalt

Nadeschda Mandelstam (1899-1980), die ihren Mann, den Dichter Ossip Mandelstam, um viele Jahre überlebte, hat sich im Alter mit ihren Memoiren Das Jahrhundert der Wölfe und Generation ohne Tränen international einen Namen gemacht. Erst vor wenigen Jahren wurden in ihrem Nachlass Erinnerungen an Anna Achmatowa (1889-1966) entdeckt  - ein bewegendes Dokument der Freundschaft in schwierigsten Zeiten.
Achmatowa, die charismatische, unbeugsame Dichterin, bangt um ihren Sohn, der in den stalinistischen Gefängnissen inhaftiert ist, während die Freundin die Gedichte ihres 1938 im Lager umgekommenen Mannes rettet - indem sie jede Zeile seiner verbotenen Texte im Gedächtnis bewahrt.
Dieses reiche Buch ist Dichterporträt und Zeitzeugnis zugleich - ein vierzig Jahre währendes Gespräch über Angst und Niedertracht, über die Macht und Ohnmacht von Liebe, Eros und Literatur.

Pressestimmen

»Die Erinnerungen an Anna Achmatowa bieten in Übrigen weit mehr als bloss ein literarisches Porträt. Der rasant hingeschriebene, weder die Erzähllogik noch die Chronologie respektierende Test ist darüber hinaus ein epochales Zeitzeugnis von unmittelbar anrührender Authentizität - subjektiv, eigensinnig, provokant, ungemein klug und souverän, dabei völlig illusionslos, bisweilen auch ausgesprochen zynisch. ... Insgesamt liesse sich Nadeschda Mandelstams Erinnerungsschrift als eine Art ›Poethik‹ lesen, als eine interdisziplinäre Vorschule der Dichtkunst und der Lebenskunst in dürftiger Zeit - zum einen wie zum andern ist daraus beliebig viel zu lernen.«

Felix Philipp Ingold, Neue Zürcher Zeitung

»...entstanden ist eine sehr persönliche, ja intime Chronik ihrer schwierigen Ehe und des einzigartigen Freundschaftsbundes mit Anna Achmatowa.«

Nicole Henneberg, Basler Zeitung

»Diese Memoiren sind ein aufschlussreiches Dokument über die Rettung der Kunst, über die Bewahrung des Kunstwillens unter den feindseligen Umständen des Stalin-Regimes, wie sie grausamer kaum zu denken sind.«

Gregor Ziolkowski, Deutschlandradio Kultur

»Selbstbewußtsein, daß uns Nadeschda Mandelstam in ihren klaren Analysen und Bewertungen darlegt, und Bescheidenheit, die sich in der Bewunderung für die poetische Gabe ihrer verehrten Freundin ausdrückt, fügen sich in diesem Buch ganz selbstverständlich ineinander und eröffnen eine neue Sichtweise auf Anna Achmatowa, ihre Epoche(n) und Zeitgenossen.«

Mareike Katchourovskaja, Lesart 1/12

»... das allgegenwärtige Leid durchbrechen herrliche Eifersüchteleien und Intrigen; man lästert über Musen und Liebschaften der Poeten, während man selbst diversen Männern den Verstand raubt. Nadescha Mandelstam erinnert sich an all das unterhaltsam und ernsthaft zugleich, niemals wehleidig. Klatsch und Tratsch für Eingeweihte wechseln sich ab mit tiefgründigen Einsichten, poetologischen Betrachtungen und eindrücklichen Szenen eines Künstlerlebens... Bewundernswert bleibt der Stolz in dieser russischen Tragödie: Dichtung ist auf Dauer stets stärker als Politik.«

Andreas Cammann, Zeit Literatur Nr. 50 Dezember 2011

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