José F. A. Oliver
fahrtenschreiber - Gedichte

fahrtenschreiber
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Erschienen: 15.03.2010
edition suhrkamp 2604, Broschur, 135 Seiten
ISBN: 978-3-518-12604-2

Inhalt

»& weiß nicht mehr in welcher stadt / ich war ich bin ich werde sei / so wie es jetzt am anfang war / gebet & uhrzeit sind verlegt / / 1 datum hinter glas. So könnte es gewesen.« Der Schreibnomade José Oliver ist auf steter Wörterreise. Ägypten, Dubai, Spanien, Slowakei, Schweiz, Niederlande, Litauen und immer wieder zurück zum Ausgangspunkt, in die fremde Heimat Schwarzwald, in den Zwischenraum zweier Sprachen, zum Glauben, in die Kindheitserinnerungen. Und das lyrische Ich notiert als unbestechlicher Fahrtenschreiber die Wahrnehmungsgeschwindigkeit in ihren Schwankungen, die Unhaltbarkeit der Bilder, grenzzerfließende Begegnungen, das Verhältnis von Zeit und Weg; Wiege, Baum und Kreuz – das Alphabet der Hölzer.
»Der nomadische Heimatdichter José Oliver weiß genau, wie erfaßbar uns die ganze Welt und wie unverständlich uns das benachbarte Tal erscheinen kann. Dies ist das Privileg großer Dichter.« Ilija Trojanow

Pressestimmen

»...eine Liebeserklärung an die Magie und Poesie fremder Orte und auch der Heimat...in dieser Sichtweise - einer poetologisch-geographischen - ähnelt Oliver großen Kollegen wie zum Beispiel T. S. Eliot, Josif Brodski, Czeslaw Milosz...diese Gedichte stehen dem Menschen nicht im Wege, sondern erobern ihn mit Leichtigkeit.«

Artur Becker, Frankfurter Rundschau

»José Oliver ist kein Verseschreiber und Weltvermesser, er ist ein Dichter und lässt sich von der Welt vermessen, bis sie ihm körperlich wird als Augen- und Ohrenland. Dort wurzelt sein Gedicht und wächst uns entgegen, wie dies nur bei großen Dichtern der Fall ist – man erkennt sie an ihrer Sprache.«

Christoph W. Bauer, DER STANDARD

»Wie vorangegangene Bände, so ist auch die neue Gedichtsammlung eine lyrische Vergewisserung von Heimat und Fremde, von Zugehörigkeit und Ferne, hier oft versinnbildlicht an Orten, denen die Dichter abhandengekommen sind, und an Dichtern, die haus-, aber nicht sprachlos wurden.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

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