Ralf Rothmann
Feuer brennt nicht - Roman

Feuer brennt nicht
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D: 19,80 €
A: 20,40 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 24.03.2009
Leinen, 303 Seiten
ISBN: 978-3-518-42063-8

Inhalt

Berlin, fast zwanzig Jahre nach dem Mauerfall. Kreuzberg ist gesichtslos geworden, in den Szenebezirken lebt man auf zu dünnem Eis („man hört es leise knacken, wenn sie die Deckel ihrer Laptops schließen“), und so ziehen Alina und Wolf an den grünen Rand der Stadt. Am Müggelsee, wo die Unterschiede zwischen Ost und West noch nicht verwischt sind, dem Ort erstaunlicher Begegnungen mit Menschen aus der untergegangenen Republik, sieht Wolf sich aber zunehmend überfordert von dem alltäglichen Zusammenleben mit Alina, den „Details der Zweisamkeit“, der Enge trotz komfortabler Wohnung.

   Als plötzlich Charlotte auftaucht, eine Geliebte aus der Vergangenheit, ergreift er die Flucht in neue, vom offensiven Eros der Professorin befeuerte Sensationen – getarnt als Ausflüge mit seinem Labrador Webster. In dessen Fell hält sich der fremde Parfümduft jedoch unvermutet lange. Alina wird skeptisch, und so überwindet Wolf „die Hölle der Verheimlichung“ und ist überrascht: Seine Frau akzeptiert das Verhältnis zu der Anderen nicht nur, sie ermuntert ihn sogar dazu ...

   „Heute noch etwas erfinden heißt, der Wahrheit verloren gehen.“ Ralf Rothmann hat einen Roman über das behutsame Zusammenwachsen von Ost und West und eine Chronik des erotischen Begehrens geschrieben, eine dunkel-glühende Liebesgeschichte.

Pressestimmen

»Ralf Rothmanns neuer Roman Feuer brennt nicht ist anders als die früheren Werke des 1953 geborenen Schriftstellers, der längst als einer der wichtigsten, besten Erzähler der Gegenwart etabliert ist. Feuer brennt nicht (ist) radikaler, angreifbarer, von existenzieller Wucht. ... Ralf Rothmann hat eine große Reflexion über Altern und Männlichkeit, Liebe und Begehren, Freiheit und Abhängigkeit geschrieben.«

Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Bei Ralf Rothmann darf man schon vor der Lektüre davon ausgehen, dass das Thema um eine neue, bereichernde Variation erweitert wird. Schließlich legt der 1953 geborene Schriftsteller seit Jahren Bücher vor, die zum Besten und Klügsten gehören, was die zeitgenössische deutsche Literatur zu bieten hat.«

Björn Gauges, Fuldaer Zeitung

»Ralf Rothmann ist längst zu einem Großmeister seiner Zunft herangewachsen.«

Beatrice von Matt, Neue Zürcher Zeitung

»Ralf Rothmanns neuer Roman Feuer brennt nicht ist ein Buch der Abschiede und des Schmerzes. Es ist ein Buch der zarten Empfindungen und brutalen Verletzungen, eine Liebesgeschichte, die sich zur ruinösen Dreiecksbeziehung ausweitet, ein verkappter Berlin-Roman, der die misslingenden Wanderbewegungen der West-Berliner in den Ostteil der Stadt nachzeichnet, und es ist vor allem ein Künstlerrroman, der unbarmherzig von den Nebenkosten der poetischen Produktion berichtet.«

Hubert Spiegel, FAZ

»Rothmann ist ein Meister darin, Stimmungen aus einem beiläufigen Kuss, dem Flugverlauf einer Möwe zu erschaffen. Und wunderbar, wenn derart Miniaturhaftes in seinen Romanen mit satten Milieubeschreibungen verschränkt ist ...«

Adam Soboczynski, Die Zeit

»Wie Rothmann das Scheitern beschreibt, macht aus Feuer brennt nicht einen großen Text.«

Tiroler Tageszeitung Nr. 211

»... die typischen Qualitäten des ... Autors: seine sensible Wahrnehmung des Details, seine intelligente Interpretation des ganz normalen Lebens und natürlich sein Stil, der viele Besonderheiten aufweist, ohne jemals gekünstelt oder pathetisch zu wirken.«

Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten

»Feuer brennt nicht ist ein ganz intensives, ein tragisches und fraglos Rothmanns bisher persönlichstes Buch.«

Peter Mohr, Kleine Zeitung

Nachrichten

Kommentare

Es ist die unterschwellig brennende Glut, die, jederzeit wiederholend, gleiches Feuer neu entflammen läßt.
Gudrun Wedekink, 18.03.2009

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