Ann Cotten
Florida-Räume

Florida-Räume
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D: 19,80 €
A: 20,40 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 16.08.2010
Gebunden, 285 Seiten
ISBN: 978-3-518-42132-1

Inhalt

»Mit Schreiben Geld verdienen? Ihre intimsten Gedanken preisgeben?« Selbstredend haben die Menschen auf unseren Aufruf reagiert und Texte eingesandt. Einige sind in der vorliegenden Mappe versammelt, die wir vorläufig »Florida-Räume« betitelt haben, nach einer der eigenwilligsten Einreichungen. Ihr Verfasser ist die Marienfelder Schule, eine Gruppe philosophierender Hunde, deren einer, ein Cockerspaniel, als Architekturkritiker in einer Kleingartensiedlung auf die zu durchleuchtende Form kommt: die provisorische Ausbuchtung, das angelehnte Glashaus, die postmoderne Gemütskrankheit, der Florida-Room. Andere Individuen haben Gedichte eingereicht, so etwa Bettine, Bettines Mutter, eine revolutionäre Köcherfliege und eine ehemalige Stasi-Agentin, die ihre Träume protokolliert. Die einzelnen Texte sind, fürs bessere Verständnis, mit unseren Kommentaren versehen.

Auch Ann Cotten, »das großartig-amerikanisch-österreichische Landei aus Iowa« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), nimmt teil an dem von einer außerirdischen Macht veranstalteten Schreibwettbewerb. Und liefert eine ungeduldige Raketenbohrung durch unser irdisches Dasein.

Pressestimmen

»Ann Cottens hermetisches Kunstwerk mit dem Titel Florida-Räume sträubt sich gegen Fragen von Autorschaft und Gattungszugehörigkeit, das titelgebende Kompositum gibt dem Unternehmen aber einen Rahmen: In solchen Räumen werden die Texte zu Sonden, die das unspektakuläre, vielleicht auch abstoßende Außen der Welt durchstoßen, um im dichterischen Wort zu einer Relativierung der als Wahrheit geltenden Wirklichkeit vorzudringen.«

Friederike Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein verrücktes Buch für Literatur- und Theoriefreaks, voll mit literarischen und philosophischen Anspielungen, Generationen von Germanisten und Philosophen werden darin die Bedeutungssuche üben können. Stellenweise unverständlich, dann wieder zum Zerkugeln komisch, auch wenn die Autorin die Sprache aufs Wortkorn nimmt.«

Brigitte Schwens-Harrant, Spectrum

»Dieses Buch ist ein starkes Stück, aber Vorsicht!, so sperrig es immer wieder ist, es hat auch etwas Rutschiges: Kaum dass man glaubt, es im Griff zu haben, flutscht es einem aus der Hand und fällt aus dem Rahmen; kaum dass es aber dann am Boden liegt, hebt man es wieder auf und will es genauer wissen. Diese Mühe wird belohnt....Die Gedichte...gehören ab sofort zum Besten, was die deutschsprachige Lyrik dieser Tage kann.«

Jochen Jung, Die Zeit

»wahrnehmungen erster und zweiter ordnung, sinnlich und reflektierend, geben ein gutes stadterlebnis, wie es schon lange nicht mehr in der deutschsprachigen literatur zu lesen war.«

Herbert J. Wimmer, kolik. Zeitschrift für Literatur Mai 2011

»Subjekte, Herausgeber und Ethikrat verschmelzen in einem markanten Stil, dem Ann Cottens, und der ist in seiner Gesamtheit neu, gewagt und fordernd. Florida-Räume lässt mit Spannung erwarten, wohin die literarische Revolution führen und vor allem, wie Ann Cotten sie vorantreiben wird.«

Ina Schenker, Am Erker 61, 34.Jg. 2011

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