Aris Fioretos
Flucht und Verwandlung - Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm. Ein Katalogbuch von Aris Fioretos. Mit etwa 400 Bildern.

Aus dem Schwedischen übersetzt von Paul Berf
Flucht und Verwandlung
Bestellen »


D: 29,90 €
A: 30,80 €
CH: 40,90 sFr

Erschienen: 22.03.2010
Broschur, 317 Seiten
ISBN: 978-3-518-42159-8

Inhalt

Die erste­ umfas­­sende­­ Bildbi­­ograp­­hie zu Leben und Werk der Nelly Sachs.­­ Sie ersch­­eint zur Eröffnun­­g der großen Nelly-­­Sachs-­­Wander­­ausst­­ellun­­g 2010/2011 in Berlin­­, Stockh­­olm, Zürich und Dortmu­­nd. Mit einer­­ Vielza­­hl bishe­­r unbek­­annte­­r Bilder­­ und Dokume­­nte.


Im Mai 1940 floh die neunu­­ndvie­­rzigj­­ährige­­ Nelly Sachs mit einem­­ der letzt­­en Passag­­ierfl­­ugzeu­­ge aus Berlin­­. Hinter­­ ihr lag mehr als die Hälfte eines­­ Lebens­­, das nach der Machte­­rgrei­­fung der Nation­­alsoz­­ialis­­ten "unter­­ Bedroh­­ung" geführt wurde­­. Vor ihr lagen­­ dreißig Jahre Exil sowie­­ der wesen­­tlich­­e Teil eines­­ liter­­arisc­­hen Werkes­­, das ihr 1966 den Nobelp­­reis eintr­­ug. Zur großen Nelly-­­Sachs-­­Wander­­ausst­­ellun­­g, die im März 2010 im Jüdisch­­en Museum­­ Berlin­­ eröffnet­­ wird, ersch­­eint die erste­­ umfan­­greic­­he Bildbi­­ograp­­hie über die Autori­­n. Anhand­­ zahlr­­eiche­­r bishe­­r unbek­­annte­­r Fotos, Texte und Zeugni­­sse werde­­n die Eigena­­rt ihres­­ Werks und der histo­­risch­­e Kontex­­t, in dem es entst­­anden­­ ist, erstm­­als ...

Inhalt

Die erste­ umfas­­sende­­ Bildbi­­ograp­­hie zu Leben und Werk der Nelly Sachs.­­ Sie ersch­­eint zur Eröffnun­­g der großen Nelly-­­Sachs-­­Wander­­ausst­­ellun­­g 2010/2011 in Berlin­­, Stockh­­olm, Zürich und Dortmu­­nd. Mit einer­­ Vielza­­hl bishe­­r unbek­­annte­­r Bilder­­ und Dokume­­nte.


Im Mai 1940 floh die neunu­­ndvie­­rzigj­­ährige­­ Nelly Sachs mit einem­­ der letzt­­en Passag­­ierfl­­ugzeu­­ge aus Berlin­­. Hinter­­ ihr lag mehr als die Hälfte eines­­ Lebens­­, das nach der Machte­­rgrei­­fung der Nation­­alsoz­­ialis­­ten „unter­­ Bedroh­­ung” geführt wurde­­. Vor ihr lagen­­ dreißig Jahre Exil sowie­­ der wesen­­tlich­­e Teil eines­­ liter­­arisc­­hen Werkes­­, das ihr 1966 den Nobelp­­reis eintr­­ug. Zur großen Nelly-­­Sachs-­­Wander­­ausst­­ellun­­g, die im März 2010 im Jüdisch­­en Museum­­ Berlin­­ eröffnet­­ wird, ersch­­eint die erste­­ umfan­­greic­­he Bildbi­­ograp­­hie über die Autori­­n. Anhand­­ zahlr­­eiche­­r bishe­­r unbek­­annte­­r Fotos, Texte und Zeugni­­sse werde­­n die Eigena­­rt ihres­­ Werks und der histo­­risch­­e Kontex­­t, in dem es entst­­anden­­ ist, erstm­­als sicht­­bar. Wer war der unbek­­annte­­ Gelieb­­te der Berlin­­er Jahre, der später als „der tote Bräutiga­­m“ Eingan­­g in ihr Werk fand? Was gesch­­ah in der vier Quadra­­tmete­­r großen „Kajüte“, in der die Dichte­­rin den Urpunk­­t ihres­­ poeti­­schen­­ Univer­­sums sah? Was passi­­erte während­­ des Stockh­­olm-Besuch­­s ihres­­ Freund­­es Paul Celan, als er sie im Herbst­­ 1960 zu Beginn­­ ihrer­­ psych­­ische­­n Krankh­­eit unter­­stützen wollt­­e? Aris Fioret­­os’ Bildbi­­ograp­­hie zeigt­­, aus welch­­en Voraus­­setzu­­ngen das Werk der Nelly Sachs sich entfa­­lten konnt­­e: im Andenk­­en an eine bekan­­nte, aber verlo­­renge­­gange­­ne Welt, im Kontak­­t mit einer­­ neuen­­, aber fremd­­en Kultur­­ – kurz, in Krise und Umbruc­­h. Mit Hilfe des reich­­halti­­gen Materi­­als werde­­n die Koordi­­naten­­ eines­­ „unsic­­htbar­­en Univer­­sums“ besti­­mmt. Dazu trage­­n nicht­­ nur die viele­­n bishe­­r unbek­­annte­­n Fotos, Manusk­­ripte­­, Ton- und Bildau­­fnahm­­en bei, sonde­­rn auch der Einbli­­ck in wicht­­ige Freund­­schaf­­ten mit Autore­­n wie Paul Celan, Gunnar­­ Ekelöf und Hans Magnus­­ Enzens­­berge­­r.

 
Nelly-Sachs-Ausstellung »Flucht und Verwandlung«:

im Jüdischen Museum Berlin (März 2010 bis Juni 2010)

Sonderwebsite zur Ausstellung »
Eröffnungsrede von Ulla Unseld-Berkéwicz » 

 

 

Pressestimmen

»Behütet und romantisch verspielt - das war die Berliner Welt, aus der die Shoah die Schriftstellerin Nelly Sachs (1891-1970) brutal herausriss. Dem schrecklichen Leid und Wahnsinn ausgesetzt, der die Dichterin auch persönlich bedrohte, rang sie dieser Fassungslosigkeit ihre Gedichte und Texte ab. Es ist gut, dass die neue Bildbiografie und die begleitende Wanderausstellung (demnächst in Zürich und Dortmund) diesen bitteren Lebenskontext der großen Dichterin mit viel neuem Material anschaulich machen.«

Gotthard Fuchs, Christ in der Gegenwart

»... Die Bildbiographie ist ein Schmuckstück für sich. Auf dem sorgfältig ausgewählten Papier wurde im Layout viel Luft gelassen, damit das Auge, wie in den Räumen der Ausstellung, auf den Seiten wandern und entdecken kann. Ausführliche Kapitel zu Nelly Sachs und Aris Fioretos werden von zahlreichen Abbildungen begleitet. ... Diese Publikation ist liebevolöl arrangiert und allen VerehrerInnen von Nelly Sachs wärmstens empfohlen.«

Judith Meisner, jüdisches berlin (auch Aviva zur Verfügung gestellt) Mai 2010

»Eine bessere Ein- und Hinführung zu dem erinnerungswürdigen Leben und Werk von Nelly Sachs hat es seit der Biographie von R. Dinesen (1992) nicht gegeben.« 

Michael Braun, Germanistik 2010, H. 1-2

Kommentieren