Friedrich Dieckmann
»Freiheit ist nur in dem Reich der Träume« - Schillers Jahrhundertwende

Mit zahlreichen Abbildungen
»Freiheit ist nur in dem Reich der Träume«
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D: 34,00 €
A: 35,00 €
CH: 45,90 sFr

Erschienen: 12.10.2009
Gebunden, 464 Seiten
ISBN: 978-3-458-17455-4

Inhalt

Wie unter dem Vergrößerungsglas erschließt sich in Dieckmanns Dokumentarerzählung ein Schriftstellerleben in den Bedrängnissen und den Anforderungen seiner Zeit. Schiller, der Briefschreiber, tritt neben den öffentlichen Autor, Begebenheiten naher und ferner Politik fallen ebenso in die Erzählung wie häusliche Umstände, Freund- und Feindschaften; in der Sprache der Zeit malt sich das Klima der Epoche.

Schillers Abschied vom Drama, von der Dichtung fällt in das Jahr 1790; eine Jenaer Professur zehrt die Kräfte des etablierten Rebellen auf. Bis zur Wiederkehr des Dramas braucht es acht Jahre, in denen das Drama der Epoche sich auf der französischen Revolutionsbühne vollzieht. Im Jahre 1798 ist es dann soweit: Wallensteins Lager kommt am Weimarer Hoftheater zur Uraufführung; im folgenden Jahr rundet sich die dreiteilige Tragödie, mit der Schiller an Goethes Hand wieder auf die Bühne findet. Ein Realdrama, das sich an den ungebärdigen Professor Fichte heftet, überlagert die theatralische Szene; am Ende des Jahres stehen Das Lied von der Glocke und Die Worte des Wahns. In Weimar, wohin er mit seiner Frau und inzwischen drei Kindern im Dezember 1799 übergesiedelt ist, verbringt Schiller den letzten Abend des alten Jahrhunderts bei Goethe; am andern Morgen begrüßt man sich brieflich »zum neuen Jahr und neuen Säkulum«.

Pressestimmen

»Friedrich Dieckmanns großartiges Buch ist eine kühne Mischung aus privater Biographie, inneren Monologen, Einzelinterpretationen und zeitgeschichtlichen Ausblicken, eine pure Lesefreude. ... Bestechend sind einzelne Interpretationen, von überwältigender Brillanz beispielsweise ein ausführlicher Vergleich von Goethes »Hermann und Dorothea« mit dem »Lied von der Glocke«, das diese vom deutschen Bildungsbürger zu Tode geliebten Texte so wiederbelebt, dass man sie sich in Dieckmanns Lesart in jede Deutschstunde zurückwünscht.«

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»Friedrich Dieckmanns Untersuchung über Schillers Arbeitsjahre vor und nach der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert besticht durch Fleiß und Bescheidenheit.«

Claude Haas, Die Zeit

»Der Berliner Publizist Friedrich Dieckmann, ein blitzgescheiter Kulturhistoriker mit DDR-Biografie, skizziert in seinem Buch Freiheit ist nur in dem Reich der Träume das geistige und politische Panorama, das Schiller vor Augen hatte, als er mit Goethes Hilfe zum Drama zurückfand. ... Dieckmann erzählt, wie die große Politik ihre Spuren in Schillers Alltag, seinen Beziehungen, seinem Schreiben hinterließ. Seine historischen Dramen werden so als Zeitstücke, das heißt: als Stücke auf der Höhe der Zeit lesbar.«

Michael Bienert, Stuttgarter Zeitung

»Es sind nicht zuletzt die kleinen Details, die Dieckmanns anspruchsvolles Werk, das im Wechselspiel zwischen Leben und Werk das Klima einer Epoche spürbar machen will, zur mit Gewinn zu lesenden Fundgrube machen.«

Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten

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