Jaron Lanier
Gadget - Warum die Zukunft uns noch braucht

Aus dem Amerikanischen von Michael Bischoff
Gadget
Leseprobe » Bestellen »


D: 9,99 €
A: 10,30 €
CH: 14,90 sFr

Erschienen: 23.01.2012
suhrkamp taschenbuch 4311, Broschur, 247 Seiten
ISBN: 978-3-518-46311-6

»Laniers Aufruf für einen digitalen Humanismus ist ein Aufruf zur digitalen Emanzipation.«

Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

Jaron Lanier, der den Begriff der »virtuellen Realität« erfunden hat, stellt dar, wie das World Wide Web unsere Individualität bedroht, vermindert oder gar zerstört. Dagegen setzt er sein Plädoyer für die Buntheit der Existenzen.

So deutlich wie Jaron Lanier hat kaum jemand die revolutionären Veränderungen vorausgesagt, die mit dem Internet einhergehen und sich auf unser gesamtes Leben auswirken. Ebenso deutlich warnt er heute vor den Gefahren des permanenten Online-Seins und der Anonymität des Netzes. Technologisches Design, File-Sharing, der Kult um Facebook und die damit einhergehende filterlose Präsentation des Privaten bedrohen die Kultur des Dialogs, der Eigenheit und Verborgenheit. Lanier zeigt die Bedrohungen in all ihren Facetten auf und plädiert für einen neuen maßvollen Umgang mit dem Internet.

Pressestimmen

»Ein ahnungsloser Kulturpessimist ist er nicht, sondern Verteidiger der Freiheit.«

Heinrich Wefing, Die Zeit

»Jaron Lanier plädiert für einen neuen Gesellschaftsvertrag, der die Cyberwelt auf die angemessene Größe zurückstaucht.«

Bernd Graff, Süddeutsche Zeitung

»Das Buch ist eine Analyse, scharf wie ein Rasiermesser, und wird manchen provozieren. Lesen sollten es alle, die mit dem Internet arbeiten, also damit Geld verdienen, wie auch jeder Nutzer der dafür Geld bezahlt und natürlich auch alle Kreativen, die ihre Arbeit kostenfrei einstellen und damit eher verarmen, als genug zu verdienen, um eine Familie zu ernähren.«

Maxim Pouska, it-rezensionen.chip.de

»Laniers Kritik ist die Kritik eines Individualisten, der mit Grauen sieht, wie die Buntheit der Existenzen in einige wenige Standards gepresst wird. ... Nichtsdestotrotz bringt Lanier seine Leser zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit dem Medium Internet. Und die Lektüre seines Buches lohnt allein schon wegen des reichen Hintergrundwissens des Autors auf dem Gebiet der digitalen Medien.«

Matthias Eckoldt, Deutschlandfunk Büchermarkt

»Das große Verdienst seines humanistischen Manifests besteht jedoch darin, das Augenmerk wieder von der anonymen Masse im Netz auf das Individuum gerichtet zu haben.«

Daniel Grinsted, Der Tagesspiegel

»Reizvoll ist Gadget, ein Essay über den Zustand der real existierenden ›virtuellen‹ Welt, auch deswegen, weil darin ein erwachsen gewordenes Kind der digitalen Revolution den Kinder gebliebenen Kindern und den Kindeskindern die Leviten liest …«

Uwe Justus Wenzel, Neue Zürcher Zeitung

»Lanier entlarvt grandios die Hoffnung auf ›Erfüllung metaphysischer Sehnsüchte‹ durch immer höhere Metaebenen digitaler Darstellung. Und dies gelingt ihm, weil für ihn der Mensch etwas Besonderes ist, das nicht zur Maschine werden darf.«

Die Tagespost

»Jaron Lanier galt in den Achtzigern und frühen Neunzigern als einer der Pioniere der Virtuellen Realität. Er simulierte Räume, die mit Datenhelmen und Avataren den Nutzern eine Art virtuelle Präsenz versprachen. Seit rund zehn Jahren ist aus dem Vordenker jedoch einer der schärfsten Kritiker moderner Technologien geworden.«

ORF.net

Kommentieren