Jennifer Clement
Gebete für die Vermissten - Roman

Aus dem amerikanischen Englisch von Nicolai von Schweder-Schreiner
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D: 19,95 € *
A: 20,60 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 15.09.2014
Gebunden, 228 Seiten
ISBN: 978-3-518-42452-0
Auch als eBook erhältlich

»In Mexiko ist es das Beste, wenn man ein hässliches Mädchen ist.«

Ladydi wächst in den mexikanischen Bergen auf, inmitten von Mais- und Mohnfeldern, in einem Dorf ohne Männer, denn die sind auf der Suche nach Arbeit über die Grenze oder längst tot. Es ist eine karge und harte Welt, in der ein Mädchenleben wenig zählt. Eine Welt, in der verzweifelte Mütter ihre Töchter als Jungen verkleiden oder sie in Erdlöchern verstecken, sobald am Horizont die schwarzen Geländewagen der Drogenhändler auftauchen. Aber Ladydi träumt von einer richtigen Zukunft, sie träumt von Freundschaft und Liebe und Wohlstand. Ein Job als Hausmädchen in Acapulco verspricht die Rettung, doch dann verwickelt ihr Cousin sie in einen Drogendeal. Und plötzlich hält sie ein Paket Heroin in den Händen, und ein gnadenloser Überlebenskampf beginnt.

Gebete für die Vermissten beschwört die unverbrüchliche Kraft der Hoffnung in einer schrecklichen Welt. In mutigen, schockierenden und bewegenden Bildern erzählt Jennifer Clement das Leben einer außergewöhnlichen jungen Heldin.

Der Roman erscheint in über 20 Ländern
Die Autorin hat zehn Jahre vor Ort recherchiert

 

Aus dem Buch:

»›Keines der Mädchen, die gestohlen wurden, ist je zurückgekonmmen oder hat auch nur einen Brief geschrieben‹, sagte meine Mutter, ›noch nicht einmal einen Brief.‹«

Pressestimmen

»Clement destilliert das Gehörte und Erfahrene in eine schlanke, wie hingetuschte Erzählung von hoher poetischer Kraft.«

Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es ist dieser ungewöhnliche, klare, pure Blick auf die Welt, der Gebete für die Vermissten besonders macht.«

Meike Dinklage, Brigitte 21/2014

» ... trocken, geradeheraus, aber von Lebendigkeit, Wärme und Witz durchleuchtet, wie man sie in solcher Finsternis nicht suchen würde.«

Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

»Ein herzzerreißender Roman, messerscharf beobachtet.«

The Guardian

»Eine mitreißende, zutiefst berührende Hymne auf die weibliche Widerstandskraft ihrer weiblichen Hauptfiguren, auf Mitgefühl, Loyalität und Freundschaft.«

The New York Times

»Clement hat das beste Buch geschrieben, das ich 2014 gelesen habe. Von mir hätte sie den Nobelpreis bekommen.«

Susanne Baller, stern.de Oktober 2014
»Bei den meisten Büchern ist entweder die Geschichte toll oder die Sprache – selten, dass beides überragend ist. Das hier ist so ein Buch.«
Kristian Thees, SWR3

»Jennifer Clements Roman scheint selbst ein Akt des Widerstands zu sein, in einem Land, in dem sich weder Justiz noch Polizei noch Politik um das Problem der entführten Frauen kümmern.«

Jutta Schwengsbier, WDR 5

»Ein Roman, der mit plastischer, zuweilen aber auch poetischer Sprachwucht in den inneren Krieg eingreift, der Mexiko momentan zu zerreißen droht.«

SPIEGEL ONLINE Dezember 2014

»Jennifer Clements Roman rührt zu Tränen und steckt zugleich voller Hoffnung. Kein Roman für ›Heile-Welt-Leser‹, aber deshalb umso wichtiger.«

BÜCHERmagazin 6/2014

Videobeiträge

Audiobeiträge

Kommentare

»Man liest dieses Buch nicht, man verschlingt es.«
DBC Pierre, 02.06.2015

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