Marion Poschmann
Geistersehen - Gedichte

Geistersehen
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D: 17,80 €
A: 18,30 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 19.04.2010
Gebunden, 126 Seiten
ISBN: 978-3-518-42129-1

Inhalt

In ihrem neuen Gedichtband Geistersehen nähert sich Marion Poschmann über das Sichtbare dem Unsichtbaren: der Leere, der Zeit, den Gründen und Abgründen des Ich. Dabei nutzt sie die Vielschichtigkeit der Wahrnehmung aus und geht bis zu den Grenzen, zu denen der einzelne mittels der Macht der Einbildungskraft vordringen kann. Ihr lyrisches Ich begibt sich an den Punkt der Unschärfe und beobachtet von dort, wie Wirklichkeit entsteht und sich wieder auflöst.
In spielerischer Anlehnung an die Tradition des poeta vates widmet sie sich der Betrachtung von Kräuterbüchern, Renaissance-Portraits oder dem »Wiedehopf auf Truppenübungsplätzen«; sie entwirft flirrende Verse für bislang Ungesehenes, etwa »das Nivea-Gefühl« oder »Minusmengen«, und sie findet strenge Formen für Flüchtigstes wie Dampf, Glanz, »Schall und Rauch«. Ihre Gedichte handeln vom Überschwang der Bilder und von dem, was diese Bilder verdecken.

Pressestimmen

»In ihren Gedichten verhilft Poschmann den flüchtigen Dingen zu einer längeren Verweildauer.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

»Was sich da bis ins Schriftbild kleinmacht und das Scheinwerferlicht scheut, ist große Poesie, wie man sie in den Zeiten des anything goes kaum noch für möglich gehalten hätte. … Marion Poschmanns Gedichte leuchten die unscharfen Ränder des Lächelns aus und lassen in der Asche der Erinnerung längst vergessene› Reste des Hundstage Mitte August‹ erglühen.«

Kurt Darsow, Literaturen 3 / 2010

»Wo immer man dieses Buch aufschlägt, begegnet man einer großen Dichterin. Es gibt wenige, denen so wunderbare Wortgebilde gelingen wie Marion Poschmann.«

Christian Schuler, Stuttgarter Zeitung

»Insgesamt ein Buch, dem man sich von vielen Seiten nähern kann und nähern muss, das – gleichsam wie die von ihm beschriebenen Lichtphänomene – viele Seiten hat. ... Ein Buch, das durch grandiose Wort(er)findungen besticht; das in seiner tiefgründigen Suche nach dem Eigentlichen ›in kalten Selbst-Gefilden‹ nachhaltig irritiert; das sich nicht zufrieden gibt mit einmal gefundener Klarheit oder gar einer eindimensionalen Erklärung der sichtbaren Welt – die heute ohnehin nicht mehr zu haben ist. Klarheit ist nur in der Sprache. Ein Buch, das weiß, dass Blicke scheitern.«

Armin Steigenberger, poetenladen.de

»Ähnlich wie in Paul Celans Gedichten ziehen gerade die fein gestreuten Leerstellen und kurzen Sprachfetzen den Leser in den Bann.«

Björn Hayer, Die Welt

»Diesen Blicken und Bildern Marion Poschmanns vertraut man sich mit Lust und intellektuellen Vergnügen an.«

Günter Ott, Augsburger Allgemeine

»Wer aber Spaß am ›Haschen/ nervöser Bilder‹ hat und Lust sich auf abstrakte Bewusstseinslyrik einzulassen, sollte sich Poschmanns neuen Gedichtband zulegen - und selbst Geisterseher werden.«

Florian Auerochs, Rezensöhnchen, Zeitschrift für Literaturkritik Jan 2011

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