Zbigniew Herbert
Gesammelte Gedichte

Herausgegeben Ryszard Krynicki Mit einem Nachwort von Michael Krüger
Leseprobe » Bestellen »


D: 49,95 €
A: 51,30 €
CH: 66,90 sFr

Erschienen: 14.11.2016
Gebunden, 663 Seiten
ISBN: 978-3-518-42476-6

SWR-Bestenliste

Inhalt

Ein Buch, das in keiner Bibliothek der Weltliteratur fehlen sollte: Das lyrische Gesamtwerk des großen polnischen Dichters erstmals in einem Band

»Jenseits des Ichs des Künstlers erstreckt sich eine schwere, dunkle, aber reale Welt. Man darf nicht aufhören zu glauben, dass wir diese Welt in Worte fassen, ihr Gerechtigkeit widerfahren lassen können.« Zbigniew Herbert hat Lyrik nie als bloße Wortkunst verstanden. Von der »nackten Poesie«, den kargen Versen des Debütbandes Lichtsaite (1956), bis zum Bericht über eine belagerte Stadt (1983) spricht er von der Zerbrechlichkeit des Menschen und der Übermacht einer gewaltverfallenen Geschichte. Doch nicht die Klage bestimmt den Ton, denn Herbert verfügt über eine Vielzahl von Tonlagen und Formen, vom ironischen Epigramm bis zum erzählenden Poem. Unter den Gestalten, die in seinen Rollengedichten auftreten, ist auch »Herr Cogito«, ein Verwandter von Valérys »Monsieur Teste«, der sich auf die Kunst versteht, Schmerz und Ratio miteinander zu verschmelzen.

Hermes, Hund und Stern, Studium des Gegenstandes, Inschrift und weitere sechs Gedichtsammlungen, die Zbigniew Herbert zwischen 1956 und 1998 veröffentlicht hat, erscheinen hier erstmals vollständig und in ihrer ursprünglichen Gestalt und Reihenfolge. Mehr als hundert Gedichte wurden noch nie ins Deutsche übersetzt. Ein neuer Flügel im Museum der modernen Poesie ist eröffnet.

Aus dem Buch

»Wir essen unsere Niederlagen / lachen zuweilen / wenn wir daran denken wie wenig man braucht / um sich auszusöhnen«

Pressestimmen

»Zbigniew Herberts Gedichte haben nichts eingebüßt von ihrer Gedankenklarheit und Grazie, ihrer Anschauungskraft und ihrer Menschen- und Weltzugewandtheit.«

Peter Hamm, Die ZEIT

»Diese Vollendung ist ein Ereignis!«

Jürgen Verdofsky, Frankfurter Rundschau

»Das Gesamtwerk des großen polnischen Lyrikers Zbigniew Herbert liegt nun einer vorzüglichen Edition auch auf deutsch vor … Es ist ein wahrhaft bedeutendes Buch …«

Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Endlich liegt das lyrische Lebenswerk des polnischen Dichters Zbigniew Herbert in einem Band vor.«

Harald Loch, neues deutschland

»Dem lyrischen Werk dieses großen Dichters über die Jahrzenhte noch einmal zu folgen, und seine Weite, sein Wissen und seinen Witz sich wieder zu erlesen – das ist eine wahre Freude.«

Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

»Oft verwendet Herbert Klänge und rhythmische Verschiebungen ... Die deutschen Versionen lassen erahnen, dass die Übersetzungen äußerst gelungen sind. Fünf Übersetzer für neun Gedichtbände, besonders Renate Schmidgall hat immer wieder schöne Lösungen gefunden.«

Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung

»Mit [diesem Buch] kann man sich auf eine eindrucksvolle Reise in den atemberaubend schönen Lyrikkosmos von Zbigniew Herbert begeben und seine unvergleichlichen, wundervollen Gedichtsterne hell und heller strahlen sehen.«

Heiko Bucher, lebensart 4/2017

»Es gibt Gedichte, nach deren Lektüre man seine Umgebung und das Geschehen darin für eine Weile neu wahrnimmt, die eine Welt anderer Gesetze greifbar machen. Die des polnischen Schriftstellers Zbigniew Herbert zählen dazu.«

Mareike Boysen, vormagazin 01/17

Nachrichten

Kommentare

»Das ist mal ein gewagtes Werk und ein polnischer Freund und Literat meinte, nicht in allen Versen klingt die Übersetzung getreu dem Original. Worte mit anderer Bedeutung und verzerrter Betonung erscheinen dort, wo es nicht sein darf. Wer jedoch will hier urteilen? So steht es gedruckt und überdauert die Zeit. Das Gesamtwerk Herbert's ist total
lesenswert und sollte in keiner Bücherwand fehlen.
Gelesen und für gut empfunden.«
Volker Harmgardt, 24.03.2017

Kommentieren