Georg Simmel
Gesamtausgabe in 24 Bänden (Leinen)

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Gesamtausgabe in 24 Bänden - Band 23: Briefe 1912–1918. Jugendbriefe

Bearbeitet und herausgegeben von Otthein und Angela Rammstedt. Mit Abbildungen
Gesamtausgabe in 24 Bänden
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D: 72,00 €
A: 74,10 €
CH: 95,00 sFr

Erschienen: 03.03.2008
Leinen, 1241 Seiten
ISBN: 978-3-518-57973-2

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Mit Simmels Briefen von 1912 bis 1918 wird der zweite und letzte Teil seines Briefwerks vorgelegt. Dank der größeren Dichte der Überlieferung, die der 1914 erfolgten Berufung nach Straßburg geschuldet ist, sind Leben und Denken Simmels hier nun umfassend und detailliert dokumentiert. Zudem scheint Simmel aufgrund der räumlichen Distanz zu seinem privaten und wissenschaftlichen Bezugsfeld und insbesondere nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der ihn in die Festungsstadt Straßburg bannte, seine Isolation via Korrespondenz überwinden zu wollen. Auf eng beschriebenen Postkarten und in unverschlossenen Briefen, u.a. an Bergson, Buber, Rickert und Tucholsky, bringt Simmel hier zum Ausdruck, was sich an Persönlichem und Sachlichen unter den Bedingungen der seit dem 1. August 1914 herrschenden Zensur für sämtliche von und nach Straßburg gehende Korrespondenz sagen ließ. Drei große Themen dominieren die Korrespondenz dieser Jahre, die sich wie ein intellektuelles Tagebuch und ein soziologischer Kommentar dieser Zeit liest: seine Sorge um den Fortbestand Deutschlands innerhalb Europas und seine Initiativen, die daraus erwachsen, die Beeinträchtigung aller wissenschaftlichen und privaten Pläne durch die kriegsbedingte und in Straßburg in besonderem Maße gesteigerte Ungewißheit der Zukunft und schließlich sein Bemühen, im Wissen um den bevorstehenden Tod seinem Leben und Werk einen Abschluß zu geben.

Pressestimmen

»Bis heute fasziniert Simmel durch die Unerschrockenheit und stilistische Eleganz, mit der seine Kulturanalysen von der phänomenologischen Kleinmalerei, die er wie kaum ein Zweiter beherrschte, zur Gegenwartsdiagnose und zur philosophischen Grundsatzerklärung übergehen. Walter Benjamin und Ernst Bloch, Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer haben vieles und oft ihr Bestes bei ihm gelernt. ... Die bewährten Herausgeber Georg Simmels, Otthein und Angela Rammstedt sowie Klaus Christian Köhnke, haben alles getan, um die Konstellationen und stillschweigenden Voraussetzungen dieser Korrespondenz vor dem Leser auszubreiten. Bewegend zu sehen, wie die Blockadepolitik wohlbestallter Kollegen, die Simmels Karrierepläne durchkreuzten, und die Schmähungen der nachdrängenden Revolteure, allen voran Georg Lukács und Ernst Bloch, wirkungsvoll zusammenspielten, um Simmel dauerhaft an den Rand zu drängen. ... Nicht wenige seiner Briefe sind kleine literarische Kostbarkeiten, so auch das Schreiben vom 12. März 1911 an die Freundin Margarete von Bendemann. Das Porträt, das dieser Brief von Bernhard von Groethuysen zeichnet, trägt Züge eines literarischen Selbstbildnisses: «Seine Gedanken haben zwar ihrem Sinne nach durchaus zeitlosen, das Leben überwindenden Charakter; aber innerhalb seiner sind sie an die Form des fliessenden, immer verfliessenden Lebens gebunden (. . .), so dass keines der Elemente scheint für sich u. gesondert vom andern existiren zu können.»
Ralf Konersmann, Neue Zürcher Zeitung

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Band 1: Das Wesen der Materie nach Kant's Physischer Monadologie. Abhandlungen 1882–1884. Rezensionen 1883–1901 Band 2: Aufsätze 1887 bis 1890. Über sociale Differenzierung (1890). Die Probleme der Geschichtsphilosophie (1892) Band 4: Einleitung in die Moralwissenschaft. Eine Kritik der ethischen Grundbegriffe. Zweiter Band Band 5: Aufsätze und Abhandlungen 1894 – 1900 Band 7: Aufsätze und Abhandlungen 1901–1908. Band I Band 8: Aufsätze und Abhandlungen 1901–1908 Band 9: Kant. Die Probleme der Geschichtsphilosophie (Zweite Fassung 1905/1907) Band 12: Aufsätze und Abhandlungen 1909–1918. Band I Band 13: Aufsätze und Abhandlungen 1909–1918. Band II Band 14: Hauptprobleme der Philosophie. Philosophische Kultur Band 15: Goethe. Deutschlands innere Wandlung. Das Problem der historischen Zeit. Rembrandt Band 16: Der Krieg und die geistigen Entscheidungen. Grundfragen der Soziologie. Vom Wesen des historischen Verstehens. Der Konflikt der modernen Kultur. Lebensanschauung Band 17: Miszellen, Glossen, Stellungnahmen, Umfrageantworten, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge 1889–1918. Anonyme und pseudonyme Veröffentlichungen 1888–1920. Beiträge aus der "Jugend" 1897-1916. Band 18: Englischsprachige Veröffentlichungen 1893-1910 Band 19: Französisch- und italienischsprachige Veröffentlichungen. Mélanges de philosophie relativiste Band 20: Postume Veröffentlichungen, Ungedrucktes, Schulpädagogik Band 21: Kolleghefte und Mitschriften Band 22: Briefe 1880–1911 Band 23: Briefe 1912–1918. Jugendbriefe