Bertolt Brecht
Geschichten vom Herrn Keuner

Geschichten vom Herrn Keuner
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Erschienen: 02.10.2006
suhrkamp taschenbuch 3846, Leinen, 146 Seiten
ISBN: 978-3-518-45846-4

Inhalt

Erste vollständige Ausgabe aller 121 Geschichten.

Mit der Figur des Herrn Keuner, manchmal auch nur Herr K. genannt, hat sich Brecht erstmals Ende der zwanziger Jahre beschäftigt: Eine Auswahl von elf dieser Geschichten, die – wie der Haupttitel andeutet – sowohl von Herrn Keuner stammen als auch von ihm handeln können, sind 1930 in das erste Heft von Brechts Versuche-Reihe (seine erste Sammelausgabe) aufgenommen worden. Zwei Jahre später hat er diese im fünften Heft der Versuche (1932) durch eine weitere Auswahl von neun neuen Geschichten erweitert. Zu den ersten, 1929 entstandenen und 1930 publizierten Texten gehört z.B. Organisation: »Herr Keuner sagte einmal: ›Der Denkende benützt kein Licht zuviel, kein Stück Brot zuviel, keinen Gedanken zuviel.‹«

Als sich Brecht 1948 – nach den Jahren des Exils – Gedanken machte über neue Veröffentlichungen im deutschen Sprachraum, wählte er für seine Kalendergeschichten auch 39 Geschichten vom Herrn Keuner aus, von denen 24 bis dahin unveröffentlicht waren. Zu den letzten, um 1955 geschriebenen Texten zählt Zorn und Belehrung: »Herr Keuner sagte: Schwierig ist, diejenigen zu belehren, auf die man zornig ist. Es ist aber besonders nötig, denn sie brauchen es besonders.«

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