Didier Eribon
Gesellschaft als Urteil - Klassen, Identitäten, Wege

Aus dem Französischen von Tobias Haberkorn
Leseprobe » Bestellen »


D: 18,00 €
A: 18,50 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 09.10.2017
Klappenbroschur, 320 Seiten
ISBN: 978-3-518-07330-8
Auch als eBook erhältlich


Bestseller in Focus, Stern und Börsenblatt

Inhalt

Didier Eribons Rückkehr nach Reims gilt bereits heute als Klassiker der Zeitdiagnose. In seinem neuen Buch greift Eribon viele Themen des Vorgängers wieder auf und vertieft seine Überlegungen zu zentralen Fragen. Die Gesellschaft, so der französische Soziologe im Anschluss an Pierre Bourdieu, weist uns Plätze zu, sie spricht Urteile aus, denen wir uns nicht entziehen können, sie errichtet Grenzen und bringt Individuen und Gruppen in eine hierarchische Ordnung. Die Aufgabe des kritischen Denkens besteht darin, diese Herrschaftsmechanismen ans Licht zu bringen.

Zu diesem Zweck unternimmt Eribon den Versuch, die Analyse der Klassenverhältnisse sowie der Rolle zentraler Institutionen wie des Bildungssystems auf eine neue Grundlage zu stellen. Dabei widmet er sich auch Autorinnen und Autoren wie Simone de Beauvoir, Annie Ernaux, Assia Djebar und Jean-Paul Sartre sowie ihrem Einfluss auf seinen intellektuellen Werdegang. Nur indem wir uns den Determinismen stellen, die unser Leben regieren, können wir einer wahrhaft emanzipatorischen Politik den Weg bereiten.

 

Im Original erschienen unter dem Titel La société comme verdict (Librairie Arthème Fayard).

Pressestimmen

»… nicht weniger spannend als sein Vorgänger, und sein Grundanliegen ist genauso sympathisch.«

Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Vielleicht wäre es die Aufgabe [der] Intellektuellen (gerade dann, wenn sie von ›unten‹ kommen), aufzuzeigen, wie sich die soziale Scham der ›kleinen Leute‹, die das herrschende System stützt, auslösen lässt. Dazu leistet das Buch von Didier Eribon einen wertvollen Beitrag.«

Seifert, der Freitag

»Es nimmt einen für Eribon ein, dass er einen Weg sucht, mit der eigenen Herkunft in ein produktiveres Verhältnis zu treten, ohne das aufklärerische Ideal der Befreiung über Bord zu werfen.«

Dominik Kamalzadeh, derStandard.de

»[Eribons] Essay ist nicht weniger als ein Plädoyer wider eine Politik der sozialen Gewalt ... «

Jürgen Nielsen-Sikora, Glanz & Elend

»› ... man wird von seinem Milieu unweigerlich vereinnahmt.‹ Herrschaft reproduziert sich im Alltag. Und dennoch: ›Dieser primäre Gehorsam ist die unverzichtbare Grundlage für jeden Ungehorsam.‹ Wahrscheinlich muss man sich dafür zunächst auf jene ›Odyssee der Wiederaneignung‹ begeben, von der schon Bourdieu gesprochen hatte und die Eribon hier in seiner eigenen, wieder beeindruckenden Form vorlegt.«

Jens Kastner, jenspetzkastner.de

Kommentieren