Tankred Dorst
Glück ist ein vorübergehender Schwächezustand - Erzählung

Mitarbeit Ursula Ehler
Glück ist ein vorübergehender Schwächezustand
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D: 19,80 €
A: 20,40 €
CH: 34,30 sFr

Erschienen: 17.08.2009
Gebunden, 159 Seiten
ISBN: 978-3-518-42111-6

Inhalt

Schallück ist lange genug Schauspieler, er kennt alle Regeln und Rollen, mit denen das Leben sich in Szene setzt. Deshalb durchschaut der in die Jahre gekommene Held der neuen Erzählung von Tankred Dorst das Spiel, als nach einer Aufführung eine Frau in seinem Alter in seine Kabine kommt, um ein Autogramm für ihre 15jährige Tochter zu erbitten. Doch dann begegnet er der Tochter – und seine resignative Abgeklärtheit gegenüber jeder neuen Erfahrung zerrinnt.

Und so beginnt Dorsts leichtsinnige und schwergewichtige Erzählung über das Glück und die die Suche nach dessen Dauer: Denn diese Laura ist eine doppelgesichtige Erscheinung: Sie vermittelt einerseits das Gefühl, mit ihr könne das Leben wieder ganz von vorne anfangen, andererseits nutzt sie diese Aufbruchsgefühle, um ihre Interessen durchzusetzen. Bis nach Bali reisen Mutter, Tochter und Schauspieler – nur um zu erkennen, daß Glück in der Tat eine vorübergehende Schwäche ist. Das heißt in Tankred Dorsts hintersinniger Erzählung über die großen Themen des Lebens zugleich: Keiner kann sich wappnen gegen das Überraschende und Neue – weshalb das Glück zwar stetes begrenzt, aber jederzeit wieder versucht werden kann.

 

Pressestimmen

»Mit der leichten Hand der Altersweisheit erzählt Dorst von der Glückssuche des Menschen, von seiner Verführbarkeit, von Lust und Liebe, von der Haltlosigkeit seiner Gewissheiten und seiner Gefühle, von Rolle und Wirklichkeit, von Abgebrühtheit durch die bitteren Erfahrungen des Lebens auf der einen und ungeschützter Offenheit und Erwartung der Jugend auf der anderen Seite - und nicht zuletzt vom Scheitern der Liebe am Nächsten.«

Wend Kässens, Die Zeit

»Der Autor erweist sich als sensibler Beobachter menschlicher Regungen und seelischer Nuancen, der in dieser irrlichternden Liebesgeschichte mit Ironie und Tiefsinn eine szenische Bilderfolge voller dramatischer Effekte und psychologischer Raffinesse entwirft ... wie Dorst dieses Scheitern einer Utopie beschreibt, bleibt bis zum rätselhaften Ende spannend.«

Badische Neueste Nachrichten

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