Nina Bußmann
Große Ferien - Roman

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Erschienen: 12.03.2012
Gebunden, 200 Seiten
ISBN: 978-3-518-42278-6

»Bußmann spickt ihren Roman mit markanten Sätzen und gescheiten Beobachtungen.«

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

 

Inhalt

Bereits seit Monaten unterrichtet Schramm nicht mehr; etwas soll vorgefallen sein zwischen ihm und einem Schüler. Die Kollegen haben es schon immer gewußt, hinter seinem Rücken zerrissen sie sich über ihn, der immer korrekt war, die Mäuler. Und in der Tat, Schramm war porös geworden über die Zeit mit dem Jungen, der ihm in seiner Radikalität gegen sich selbst so ähnlich schien, und plötzlich hörte Schramm ein »wir« und war wie verzaubert, vollkommen ungeschützt in einem Moment, und dann –. Zeit hat er jetzt genug, sollte man meinen, aber die Sache ist längst nicht ausgestanden. Und so wendet Schramm sich widerwillig an den einzigen Menschen, den er noch hat, seinen Bruder. Vielleicht kann dieser ihm helfen herauszufinden, wie eins zum andern kam, wer hier wen in der Hand hatte, wie die Dinge sich so gegen Schramm verschwören konnten.

Mit unheimlicher Präzision zieht Nina Bußmann uns hinein in ein Indizienspiel von parabolischer Gestalt. Während wir noch Opfer von Tätern zu unterscheiden suchen, drängt es uns unaufhaltsam hin zu jenem Moment, in dem ein Mann alles auf eine Karte setzt.

 

 

»Ein Kammerspiel der Moral, radikal wie David Lynch.« (Aus der Begründung der Jury zur Vergabe des 3sat-Preises)

Pressestimmen

»Es ist eine streng komponierte, zugleich, aber gewundene Sprache, in der die 1980 geborene Nina Bußmann uns mit Schramm bekannt macht - eine autoaggressive Bernhard-Suada.«

Ulrich Rüdenauer, taz. die tageszeitung

»Ein beklemmendes literarisches Planspiel hat die Debütantin Nina Bußmann hier entworfen. Der realistische Erzählton kann nlcht darüber hinwegtäuschen, dass es ihr im Grunde nicht so sehr um eine Geschichte geht, sondern um Strukturen. ... Eine Fingerübung, aber virtuos. Und neugierig macht sie darauf, was von dieser sprachlichen Ziselierarbeiterin wohl noch kommen mag.«

Tilman Krause, DIE WELT

»Es zeugt von großem Talent, mit welcher Sicherheit sich Nina Bußmann in den Kopf dieses sonderbaren Menschen versetzt und mit welcher Selbstverständlichkeit sie den Leser auf diese Reise mitnimmt. Sie erzählt davon, wie jemand verschroben wird ... welches aggressive Potential in so einer Einsamkeit lauert. Ein lebenskluges, erstaunlich reifes Debüt.«

Lena Bopp, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»......tatsächlich ist Nina Bußmann in ihrem szenischen Naturalismus eine Feinmalerin von Gnaden.«

Hubert Winkels, DIE ZEIT

»Und so findet sie eine Sprache für die vielen abseitigen Details, an denen die Wahrnehmung immer wieder hängenbleibt, ja, aus denen sie sich regelrecht zu speisen scheint.«

Nico Bleutge, Neue Zürcher Zeitung

»Nina Bußmanns erstes Buch ist auf jeden Fall ungewöhnlich und bemerkenswert. ... Hinter der Empfehlung, Nina Bußmanns Roman zu lesen, steht ein deutliches Ausrufezeichen.«

Martin Grzimek, SWR 2

»So handelt Nina Bußmann in diesem ausgefeilten und bravourösen Debüt auch von der Notwendigkeit und den Möglichkeiten literarischen Sprechens«.

Detlef Grumbach, Deutschlandfunk

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Kommentare

Nina Bußmann schreibt mit tragender Stimme und mit Gewicht...
Mareike Fallwickl, Bücherwurmloch, 17.05.2012

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