»Genuss verspricht am ehesten das langsame Lesen, das alle Kurven ausfährt, sich dem Sprach und dem Duktus überlässt - und sich dieselben Freiheiten nimmt wie der Erzähler...Das ist ein sehr gutes Buch...«
Martin Zingg, Neue Zürcher Zeitung
»Harmfuls Hölle ist ein Band rabenschwarzer Prosa, mit der Jürg Laederach die Wirklichkeit hinterfragt, genauer: unsere Vorstellung von Wirklichkeit, von Wahrheit.«
Claus Lüpkes, dradio.de Büchermarkt
»Sprachartistik und Lust an der Anarchie verbinden sich in den 13 durch einen Herrn Harmful zusammengehaltenen Erzählungen. Sie gleichen in ihrer Lust am assoziativen Phantasieren den Improvisationen eines Jazzmusikers, und lassen sich nicht zusammenfassen. Aber sie halten Satz für Satz Überraschungen bereit.«
Beni Bischof, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
»Herzstück des Bandes sind Die 23 Stunden des Tages, ein komplexer, dichter Text mit wenig Handlung, hochartifiziell und unterhaltsam auf höchstem Niveau.«
Annett Gröschner, WDR3
»Harmfuls Hölle ist ein Buch voll literarischer Vehemenz. Da finden sich Sätze, Vergleiche und Figuren von äußerster Prägnanz und Schönheit.«
Erich Klein, ORF Ö1
»Es gibt keinen Sound, der mit Laederachs Sprach-Improvisationen vergleichbar wäre. … Harmfuls Hölle ist ein Meisterwerk dieses deutschsprachigen Literaturherbstes.«
Ronald Pohl, Der Standard
»Wenn wir bei diesem Schriftsteller etwas lernen können (was Büchern ja gemeinhin abverlangt wird), dann dies: Es gibt keine Sicherheit im menschlichen Dasein. Das ist so banal wie wahr. Das Reizvolle bei Laederach: Was das bei ihm an Sprachabenteuern auslöst, an aberwitzigen Bildern, die für ihn kein barockes Verzieren sind, sondern zeitgenössischer Klartext. Nur mit ›Erzählstörungen‹, sagt er, lässt sich die Welt noch erzählen. Die Kunst des Sprache-Zerlegens beherrscht Laederach meisterhaft, damit steht er seit seinen Anfängen in der Schweizer Literatur — und immer noch — sehr einsam da.«
Peter Burri, Basler Zeitung
»›Es kommen wenig höhepunktartige Meistersätze auf die Nachwelt‹, schreibt Laederach. Das stimmt. Umso ärgerlicher ist es, dass er in diesem Bereich ein Monopol besitzt. Wenn er ein ganz klein wenig mildtätig wäre, würde er seinen Mitschriftstellern hin und wieder den einen oder anderen übriglassen.«
Anne Weber, Volltext 3/2011