Florian Havemann
Havemann

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Erschienen: 29.12.2008
Broschur, 1091 Seiten
ISBN: 978-3-518-06941-7

Inhalt

Dritte Auflage, »mit sämtlichen Schwärzungen«

Was geschah damals wirklich, in dieser inzestuös übersichtlichen Enge und Undurchschaubarkeit, in der Kultur nicht ohne Politik, Abweichung nicht ohne Staatssicherheit, Loyalität nicht ohne Verrat zu haben waren? Druck und Herausforderung – wie haben sie Leben, Werk, Verhalten der Akteure bis heute geprägt? Des Autors großer Bericht über Familie Havemann, Vater Robert, den bekanntesten Dissidenten der DDR, und das eigene Leben in Ostberlin, später in Westdeutschland - als junger Rebell, Künstler, Linker, Flüchtling, als Außenseiter mit Ambitionen, künstlerischen und politischen - wirft, mit Hieben und Seitenhieben, zahllose Einsichten und Antworten ab.

Aus dem Vorwort Florian Havemanns zur zweiten Auflage:
»93% Havemann. Ich hab das mal von einem Computer ausrechnen lassen, auf diese Zahl ist Verlaß – also bleibt doch von Havemann genug übrig. Havemann weiter zu verbreiten, Havemann noch einmal in einer zweiten Auflage drucken zu wollen… Für ein Buch, in dem es schon in seiner Urfassung eine, wie sich nun zeigt, prophetisch vorsorglich geschwärzte Seite gegeben hat, sind die vielen nun auch noch zusätzlich geschwärzten Seiten natürlich auch eine Zier – Beweis auch dafür, daß sein Autor so naiv nicht war, nicht ganz so naiv, wie es nun scheinen muß.«

 

Pressestimmen

» ... einer der faszinierendsten deutschen Familienromane des zwanzigsten Jahrhunderts«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
»Havemann? Florian H. erzählt von drei Havemännern, vom Großvater, Vater und Sohn. Der Sohn ist er selbst. Drei vielfältig begabte Glücksspieler, Pechhaber, Überlebenskünstler. Das erscheint für sich genommen noch nicht ungewöhnlich. Aber das Buch ist ein Monster. Voller Enthüllungen, Entblößungen, voller Liebe, Hass und etwas, das Hassliebende, Besessene, Verhexte sonst gar nicht haben. Nämlich Humor, auch Selbstironie, neben der Eitelkeit auch Demut, neben aller Zynik Zartheit.«
Der Tagesspiegel
»Seine ganz und gar subjektive Perspektive lässt viele unheimliche, beklemmende, rätselhafte Facetten der Geschichte des 20. Jahrhunderts aufleuchten.«
Die Welt
»Der Eigensinn des beispiellosen Werkes verschlägt einem den Atem.«
Sächsische Zeitung

»Havemann ist ein unmögliches Buch. Es strotzt von Narzissmus, Hybris, Selbstgerechtigkeit. ... Und doch und gerade wegen seiner Mängel ist Havemann ein außerordentliches Buch. Je länger man in der enthemmten Suada badet, desto stärker spürt man ihren Sog. Anhand der exponierten Familie H. lässt sich viel vom deutsche 20. Jahrhundert erzählen.«

Christoph Dieckmann, Die Zeit
» ist sowohl Traktat wie Autobiographie und Familienroman, ein erstaunliches deutsches Geschichts- und Geschichtenbuch zwischen Dichtung und Wahrheit, Tragik und Kolportage, Groteske, Gerücht und Gala-Revue.«
Die Tageszeitung, Jörg Magenau

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