Uwe Kolbe
Heimliche Feste - Gedichte

Heimliche Feste
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D: 16,80 €
A: 17,30 €
CH: 24,50 sFr

Erschienen: 25.02.2008
Gebunden, 103 Seiten
ISBN: 978-3-518-41953-3

Inhalt

 »Vielleicht ist, was ich sagen wollte,

Wir sind am Anfang, und du glaubst es nicht.

Vielleicht sind alle diese Briefe

nur eine Wand, durch die du mich nicht siehst.

 

Vielleicht sind wir nur wintermüde

und wünschen nichts so sehr als helles Licht.

Vielleicht verlieren wir einander,

nur weil die Göttin, die uns gut will, niest.«

 

Goethes römische Verse, die im Titel des neuen Gedichtbuches von Uwe Kolbe berufen werden, sind nicht Portal und Programm, aber doch mehr als eine geheimnisvolle Tapetentür in ein Buch, das sich an wohlgewählten »Orten« ereignet, an denen der Mythos noch aufscheint. Zunächst auf den Wassern von Rhein und Neckar, doch ein Hölderlinschwung trägt den Dichter weiter, nach Thrakien. Auf dem Fuße folgen scheinbar ungebundene Verse, und doch sind gerade sie Gedichte der Liebe, an Orten, die der Romantik zuwinken. Aber erst auf der letzten Station findet sich wahre, wirkliche Heimat: »In Büchern, in Preußen«. Hier liegt der Ursprung: Preußens, ja, der Welt.

 

Wie in den früheren Lyrik-Bänden verbindet Uwe Kolbe seine neuen Gedichte leichthändig und kunstvoll zu einem fest gefügten Zyklus von Versen. Ein melancholischer Grundton des Verlusts, der zum Pathos hinüberschwingt, nimmt den Leser mit auf eine Rundreise.

Pressestimmen

»Sie ist nach dem Kriterium des Ortes sortiert. Von den »Pflanzen« über Thrakien bis nach Preußen geht die Reise. Das ist im Prinzip nicht neu – und mit dieser Feststellung wird es kompliziert: Räume und Raumwahrnehmungen leiten Kolbes Schreiben schon häufig an.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Die neuen Texte aber sprengen die kartographische Raumsemantik von »Ortvoll«, sie konzentrieren sich auf mentale Orte. Neben balladesken Gedichten (»Sailor’s Home«) handelt es sich um Variationen zu einzelnen Texten aus »Ortvoll«, (aus »Istok« etwa wird »Istok 2«), vor allem aber um poetologische Gedichte, um analytische und polemische Reflexionen über den Geltungsanspruch, Sinn und Zweck von Poesie. Kolbe wagt hier einen kraftvollen Ton und streitet um den dichterischen Olymp, riskiert neue Verbindungen, aber auch Brüche.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

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