Hans Magnus Enzensberger
Herrn Zetts Betrachtungen, oder Brosamen, die er fallen ließ, aufgelesen von seinen Zuhörern

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A: 15,50 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 19.08.2013
Gebunden, 226 Seiten
ISBN: 978-3-518-42387-5

Das neue Prosabuch von Hans Magnus Enzensberger

 

»Hans Magnus Enzensbergers unzeitgemäße Betrachtungen sind intelligent, vielfältig und unterhaltsam. Sie gehören auf jeden Nachttisch.«

Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

Wer ist dieser rundliche Herr, der da fast ein Jahr lang jeden Nachmittag an derselben Stelle des Stadtparks erscheint und die Passanten in muntere Gespräche verwickelt? Ein Weiser, ein Sprücheklopfer, ein Clown, ein streitlustiger Philosoph? Viele schütteln den Kopf und gehen weiter, andere hören ihm zu, diskutieren mit ihm und finden sich immer wieder am selben Ort ein. Er selbst schreibt nichts auf, aber seine Hörer machen sich Notizen. Das kleine weiße Buch, das hier vorliegt und wie ein Taschenkalender aussieht, überliefert die Betrachtungen und Provokationen dieses sonderbaren Zeitgenossen, der genauso heißt wie der letzte Buchstabe des Alphabets.

Mit Vorliebe, subversiver Energie und wenigen Sätzen untergräbt Herr Zett Dünkel, Größenwahn und falsche Autorität. Den Institutionen vertraut er ungern, und für »alternativlos« hält er gar nichts. Aber nicht alles, was er sagt, mag man für bare Münze nehmen. Er räumt Irrtümer ein und mit Urteilen auf.

Ein störrischer Redner wie er, der keine Ambitionen hegt, kann uns manches zumuten, was andere lieber für sich behalten. Fest steht: Ein bloßer Bauchredner seines Schöpfers ist er nicht. Dazu ist er zu eigensinnig. Und am Ende der Saison, wenn es im Park zu kalt und zu ungemütlich wird, wird er auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

»Nur an dem, was einer nicht sagt, sollte er stets festhalten.«

Eine Geschichte in Sprüchen und Gesprächen: scharf geschnitten, skeptisch und erhellend

Ein Buch über den Schein von Gewissheiten und die Kunst, im Widerspruch, auch mit sich selbst, beweglich zu bleiben

Kleinformat 9,3 x 14,6 cm

 

Aus dem Buch

»Weist mich zurecht, sobald ich gründlich zu werden drohe.«

»Besondere Vorsicht empfiehlt sich, wenn sich uniformierte Personen um Ihr Wohl kümmern.«

»Die Traurigkeit ist ein Zustand, den wir alle kennen, außer den Befindlichkeitsmedizinern, die ihn Depression nennen.«

Pressestimmen

»Eine sokratische Spielfreude belebt dieses postmoderne Weisheitsbuch, das Enzensbergers Ideal buddhistischer Tiefenentspanntheit mit Lust am Einspruch verbindet ...«

Ijoma Mangold, DIE ZEIT

»Dieses postmoderne Weisheitsbuch ›gehört auf jeden Nachttisch‹«.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine sokratische Spielfreude belebt dieses postmoderne Weisheitsbuch, das Enzensbergers Ideal buddhistischer Tiefenentspanntheit mit Lust am Einspruch verbindet.«

Ijoma Mangold, Die Zeit

»Herr Z. ist Enzensbergers literarische Sprechpuppe. Das kleinformatige Buch enthält viele kurze ›Ich weiß, dass ich nichts weiß‹-Betrachtungen, die einen dann doch gescheiter machen.«

fez, Wiener Zeitung

»Die Lektüre zwischendurch öffnet immer neue Türen - von den Menschenrechten zum Wachstum, vom Klo zum Kapitalismus zum Feuilleton, vom Sein zum Nichts ... Nicht selten steht hinter den Betrachtungen die Schmunzelmiene des wahren Autors Enzensberger.«

Günter Ott, Augsburger Allgemeine

»Z ist philosophisches Kabarett und geistiges Vademecum zugleich.«

Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten

»Mit Z, seinem allerneuesten Streich, hat der Autor, der im November 84 wird, wohl eines seiner schönsten Bücher nicht nur, der letzten Zeit geschrieben ... Ein Buch, das man an jeder Stelle öffnen kann, um sich von den Herren Zett und Enzensberger, der eine so schmunzelnd und schulterzuckend wie der andere, mit Gewinn anregen zu lassen.«

Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

»Hans Magnus Enzensberger legt Kluges und Kurioses in kurzen Notaten vor.«

Kölner Stadt-Anzeiger

»Einzigartig enzensbergerisch.«

Westfalenpost Bücher Extra Oktober 2013

»Amüsant, voller Humor, Ironie und Witz, oft zum Nachdenken einladend, auch sozusagen um die Ecke gedacht – ein Lese- und Denkvergnügen der besonderen Art.«

Harmut Handt, unterwegs 24/2013

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