Ingeborg Bachmann, Paul Celan
Herzzeit - Ingeborg Bachmann – Paul Celan. Der Briefwechsel

Mit den Briefwechseln zwischen Paul Celan und Max Frisch sowie zwischen Ingeborg Bachmann und Gisèle Celan-Lestrange. Herausgegeben und kommentiert von Bertrand Badiou, Hans Höller, Andrea Stoll und Barbara Wiedemann. Mit einem Bildteil
Herzzeit
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D: 24,80 €
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CH: 42,50 sFr

Erschienen: 18.08.2008
Gebunden, 401 Seiten
ISBN: 978-3-518-42033-1

»Ein dramatisches, tief erschütterndes Lebenszeugnis, das keinen Leser unberührt lässt.«

Michael Braun, Der Tagesspiegel

Inhalt Inhaltsverzeichnis

»Laß uns die Worte finden.«

»Du warst, als ich dir begegnete, beides für mich: das Sinnliche und das Geistige.« Paul Celan an Ingeborg Bachmann

Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Bachmann studiert dort Philosophie, für Paul Celan ist Wien eine Zwischenstation. Im Mai 1948 lernen sie einander kennen, Ende Juni geht er nach Paris. Ihr Briefwechsel nach der Trennung ist zuerst schütter, verläuft zögernd, dann setzt er sich fort in immer neuen dramatischen Phasen. Jede dieser Phasen hat ihr eigenes Gesicht: ihren besonderen Ton, ihre Themen, ihre Hoffnungen, ihre Dynamik, ihre eigene Form des Schweigens. Ende 1961 brechen das briefliche Gespräch und die persönlichen Begegnungen ab, als sich Celans psychische Krise auf dem Höhepunkt der >Goll-Affäre< zuspitzt.

Der Briefwechsel zwischen 1948 und 1961 (ein letzter Brief Celans datiert aus dem Juni 1967) ist ein bewegendes Zeugnis: zunächst als das Gespräch einer Liebe nach Auschwitz mit allen symptomatischen Störungen und Krisen aufgrund der so konträren Herkunft der beiden und ihrer schwer zu vereinbarenden Lebensentwürfe als Frau und als Mann und als Schreibende. Aber es ist auch ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung. Ergänzend zu den beinahe zweihundert Zeugnissen ihrer ...

»Ein dramatisches, tief erschütterndes Lebenszeugnis, das keinen Leser unberührt lässt.«

Michael Braun, Der Tagesspiegel

 

Inhalt Inhaltsverzeichnis

»Laß uns die Worte finden.«

»Du warst, als ich dir begegnete, beides für mich: das Sinnliche und das Geistige.« Paul Celan an Ingeborg Bachmann

Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Bachmann studiert dort Philosophie, für Paul Celan ist Wien eine Zwischenstation. Im Mai 1948 lernen sie einander kennen, Ende Juni geht er nach Paris. Ihr Briefwechsel nach der Trennung ist zuerst schütter, verläuft zögernd, dann setzt er sich fort in immer neuen dramatischen Phasen. Jede dieser Phasen hat ihr eigenes Gesicht: ihren besonderen Ton, ihre Themen, ihre Hoffnungen, ihre Dynamik, ihre eigene Form des Schweigens. Ende 1961 brechen das briefliche Gespräch und die persönlichen Begegnungen ab, als sich Celans psychische Krise auf dem Höhepunkt der >Goll-Affäre< zuspitzt.

Der Briefwechsel zwischen 1948 und 1961 (ein letzter Brief Celans datiert aus dem Juni 1967) ist ein bewegendes Zeugnis: zunächst als das Gespräch einer Liebe nach Auschwitz mit allen symptomatischen Störungen und Krisen aufgrund der so konträren Herkunft der beiden und ihrer schwer zu vereinbarenden Lebensentwürfe als Frau und als Mann und als Schreibende. Aber es ist auch ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung. Ergänzend zu den beinahe zweihundert Zeugnissen ihrer Korrespondenz wurden die Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Gisèle Celan-Lestrange sowie zwischen Paul Celan und Max Frisch in den Band aufgenommen.

 

Pressestimmen

»Das literaturgeschichtliche Ereignis des Bücherherbstes«
Julian Schütt, Weltwoche
»Der sagenumwobene, ursprünglich bis ins Jahr 2023 gesperrte Briefwechsel Ingeborg Bachmanns mit Paul Celan ist nun vor der Zeit von den Erben freigegeben worden, der Suhrkamp Verlag hat ihn in gebotener Gründlichkeit ediert. Und da liegen die knapp 200 Dokumente also vor uns, Briefe, Widmungen, Telegramme, Postkarten, und geben Einblick in eine große, schwierige Beziehung zweier Menschen, die Neigung, dichterische Berufung, erotische Anziehung und Trauer um das Gewesene geradezu zwingend in die Arme getrieben haben.«
Ina Hartwig, Frankfurter Rundschau
»Eine Liebe, wie sie wohl nur in der Nachkriegszeit kultiviert werden konnte, verband die beiden Unbedingten Ingeborg Bachmann und Paul Celan, eine Liebe, die nicht Bestand hatte, dafür aber einige der schönsten Liebesgedichte hervorbrachte, die die deutsche Literatur im 20. Jahrhundert zu bieten hat.«
Jürgen Serke, Die literarische Welt
»Solch ein Buch erscheint nur alle paar Jahrzehnte.«
Helmut Böttiger, Deutschlandradio
»Aus einem grossen Rätsel der Literatur ist der Roman zweier Leben geworden. ... Wenn der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan in seiner tiefen Trauer und seinen poetisch umschriebenen Freuden schon jetzt nachzulesen ist, dann ist das ein literarisches Abenteuer. Herzzeit, wie der Band nach einem Gedichtwort Celans heisst, ist ein Schlüsselroman unter umgekehrten Vorzeichen: Exemplarisch waren diese beiden Leben und so beispiellos wie die Verzweiflung, die sie verband.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
»In der Lebensgeschichte Ingeborg Bachmanns und Paul Celans nicht anders als in ihrem Werrk ist es die deutsche Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts, kulminierend in der Shoah, die dem einzelnen die Existenzmöglichkeit abschneidet. dass ein Band mit Briefen dies lesbar, sichtbar und fühlbar macht, ist sein einzigartiges Verdienst.«
Frauke Meyer-Gosau, Literaturen
»Und ja, es geht uns etwas an. Die Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan ist ein exemplarischer Fall. Einerseits, weil die Verbindung ein Werk – nämlich das Bachmanns – in seinen Anfängen prägte. Andererseits, weil die Beziehung nicht nur eine private war, sondern auch eine historische: zwischen Exilant und Österreicherin, zwischen jüdischem Opfer und Nazi-Kind. ... Wer diese Briefe liest, watet knietief im großdeutschen Verhängnis und ist danach klüger geworden. Auch darin, wie man in Klugheit verzweifeln kann.«
Elke Schmitter, Der Spiegel
»Der Briefwechsel ist kein Enthüllungsbuch. Er ist das historische Dokument eines verzweifelten Ringens nach »Worten unter den Trümmern«, nach einer, »trotz aller Verluste, unverlorenen Sprache«. … Es ist das Zusammenspiel der Stimmen, der von Celan, Bachmann, Frisch und Lestrange, das dieses Buch so ungeheuer eindrucksvoll machen. Wer etwas über das existentielle Drama der Nachkriegszeit erfahren will, erfährt alles hier.«
Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»So etwas hat man von Bachmann wie von Celan bisher noch nicht gelesen.«  
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung
»Atemloser und verzweifelter haben zwei Liebende kaum je um Worte gerungen: Im erstmals zugänglichen Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan wird das Private politisch und literaturhistorisch bedeutsam.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kommentare

Leider bin ich kein Buchhändler, und deswegen habe ich auch nicht die Freude gehabt, ein Leseexemplar in meinem Briefkasten vorzufinden. Der Buchhändler meines Vertrauens (Helvetia, Zürich) hat mir jedoch geschrieben, mein Exemplar sei eingetroffen, was eine ebensogroße Freude ist. Kanns kaum erwarten ...
Renzo Spotti, 28.08.2008

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