Mladen Dolar
His Master's Voice - Eine Theorie der Stimme

Aus dem Englischen von Michael Adrian und Bettina Engels
His Master´s Voice
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D: 24,80 €
A: 25,50 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 19.03.2007
Gebunden, 258 Seiten
ISBN: 978-3-518-58477-4

Inhalt

»Kaum ein theoretisches Buch der letzten Zeit hat diese Originalität und intellektuelle Kraft.« Fredric Jameson

Als Slobodan Milošević während der Massenproteste 1989 den Demonstranten zurief: »Ich kann Sie nicht verstehen«, konnte er nicht wissen, daß dieser Satz zum geflügelten Wort wurde, das immer dann Anwendung fand, wenn man etwas nur allzu gut verstand. Seine Entgegnung auf die stimmgewaltigen Demonstranten zeigt, daß die Stimme den Kern der Politik betrifft: die vox populi und die Taubheit der Politiker, das Stimmrecht und das Überhören einer Stimmung.
Die Stimme ist eines der flüchtigsten Dinge überhaupt und erweist sich doch als eines der komplexesten Phänomene. So gibt es auch kaum einen Bereich der Theorie, der ohne eine Analyse der Stimme auskäme: Von der Linguistik zum Vorwurf des Logophonozentrismus in der Dekonstruktion über die innere Stimme als moralisches Gebot, der Gesangsstimme als ästhetische Erfahrung bis hin zur Radiostimme als mitunter massenmedialer Indoktrination reicht das Spektrum der Themen.
Dem slowenischen Philosophen und Kulturtheoretiker Mladen Dolar gelingt es, diese vielfältigen Themen in einer Theorie der Stimme zu bündeln. Ihre besondere Qualität ist, systematische Aspekte mit historischen Darstellungen zu verknüpfen und so die theoretische Evidenz aus der Fülle der Phänomene zu gewinnen. Es eröffnet sich ein Feld, das kaum einen Aspekt der modernen Theorie unberücksichtigt läßt: die Linguistik, Physik und Metaphysik, die Ethik, Politik und Ästhetik der Stimme und nicht zuletzt die besonderen Stimmen bei Freud und bei Kafka.

»Und es ist doch nur das Leben – eingehend betrachtet.« Los Angeles Times Book Review

Pressestimmen

»Je weiter er in der Lektüre fortschreitet, desto mehr wundert sich der Leser, wie ungewohnt und faszinierend sich die abendländische Geistesgeschichte liest, wenn man sie aus dem Blickwinkel der Stimme betrachtet. Und nichts Geringeres als einen Schnelldurchgang durch dieselbe liefert Mladen Dolar, wenn er dem Leser Physik, Linguistik, Metaphysik, Ethik und Politik der Stimme auseinanderlegt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

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