Hg.: Wilhelm Kühlmann, Robert Seidel, Hermann Wiegand
Humanistische Lyrik des 16. Jahrhunderts - Lateinisch und deutsch

Ausgewählt, übersetzt, erläutert und herausgegeben von Wilhelm Kühlmann, Robert Seidel und Hermann Wiegand in Zusammenarbeit mit Christof Bodamer, Lutz Claren, Joachim Huber, Veit Probst, Wolfgang Schibel und Werner Straube
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D: 102,00 €
A: 104,90 €
CH: 138,00 sFr

Erschienen: 25.08.1997
Leinen, 1592 Seiten
ISBN: 978-3-618-66350-8

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Goethe meinte, es »würde einer freieren Weltsicht sehr zustatten kommen«, wenn jemand das »wahrhaft poetische Verdienst zu würdigen unternähme, welches deutsche Dichter in der lateinischen Sprache an den Tag gegeben«. Der vorliegende Band gewährt diesen »freieren« Blick. Wer sich um die späteren, oft mißverstandenen Parolen der Geniebewegung und um die fragwürdigen Kriterien von >Volkstümlichkeit< nicht kümmert, wird hier Wege durch den Kontinent einer Literatur gebahnt finden, die lange vor >Weimar< das große Formenprogramm der Antike in Deutschland einbürgerte. Zwanzig Autoren sind hiermit bedeutsamen Werkausschnitten versammelt - von der vorreformatorischen Zeit über die Ära der reformatorischen Kämpfe bis hin zum Späthumanismus der vorbarocken Jahrhundertwende. Die Texte sind in einer kritisch gesicherten Fassung abgedruckt und werden synoptisch von einer Übersetzung begleitet, die gerade dem Leser entgegenkommt, der mit dem Lateinischen seine Probleme hat. Besonderer Wert wurde auf einen ausführlichen, in dieser Art einzigartigen Überblicks- und Stellenkommentar gelegt. Bibliographische Hinweise dokumentieren den Stand der Forschung und laden zum Weiterlesen ein. Insofern versteht sich der Band zugleich als Anthologie und als wissenschaftliches Kompendium.

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