»Das Prinzip ist die Drastik, die Handlungsführung mäandernd bis grotesk, die Sprache jugendlich bis jargonhaft, der Humor schwarz wie der Galgen. … Selten ist vom Sinnlosen und Entsetzlichen so heiter und enthusiastisch erzählt worden.«
Iris Radisch, Die Zeit
»Auf jedes neue Buch von Serhij Zhadan darf man gespannt sein, denn diese kühnste Stimme der jungen ukrainischen Literaturszene weiss so lebensprall, verrückt und poetisch zu erzählen, dass man sich ihrem Sog nur schwer entziehen kann. Mit seinen fünfunddreissig Jahren hat Zhadan schon zahlreiche Gedicht-, Erzählbände und Romane veröffentlicht (u. a. ›Depeche Mode‹ und ›Anarchy in the UKR‹); nun ist – in der fulminanten Übersetzung von Juri Durkot und Sabine Stöhr – sein Geschichtenband ›Hymne der demokratischen Jugend‹ erschienen. ... Die Geschichten – oft verschachtelt und von verschiedenen Erzählern wiedergegeben – sind so halsbrecherisch und komisch, so wahnwitzig, traurig und temporeich, dass einem beim Lesen schwindlig wird. Doch das ist Methode, ebenso wie die satirische Übertreibung und die poetische Melancholie, die bei Zhadan eine aparte Verbindung eingehen.«
Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung
»Es ist die strukturelle Anarchie der postkommunistischen Ära, die es dem Ukrainer Zhadan angetan hat und aus deren Auswüchsen er prächtige Pointen schlägt. ... Zhadan erzählt auf rasant-absurde Weise von Menschen, die im galoppierenden Kapitalismus irgendwie Halt zu finden versuchen und trotzdem ihren Stolz bewahren.«
Christoph Schröder, KulturSpiegel September 2009
»Zhadans Erzählungen, lose miteinander verbunden durch das in ihnen auftretende Personal, sind schnell, voller verrückter Einfälle und gefasst in eine Sprache, der man anmerkt, dass ihr Erfinder sich seine Sporen als Lyriker verdient hat. … Gelungen viele einprägsame Bilder. Köstlich all jene verdichtenden Aufzählungen, die mehr Atmosphäre erzeugen und vermitteln, als es breite Beschreibungspassagen je vermöchten.«
Dietmar Jacobsen, poetenladen.de
»Serhij Zhadans Geschichten sind ebenso ironisch wie lyrisch. ... Dieser mitreißende Erzählband über den wilden Osten ist ebenso unterhaltsam wie anspruchsvoll.«
Florian Schmid , Landshuter Zeitung
»Der 35-jährige Lyriker und Prosaiker ist der Chronist seiner Generation, die mit dem plötzlichen Ausfall gesellschaftlicher Regeln und Normen und dem alltäglichen Chaos der Neuorientierung aufwuchs. Sich in solch einer absurden Situation zurechtzufinden; im Leben bestehen, wenn man den Boden unter den eigenen Füßen verliert und der Sturm der Veränderung über einen hinwegzieht; Mensch bleiben inmitten des Wahnsinns - all das ergründet und bearbeitet Zhadan in seinen Werken. [...] Seine rasante Prosa und Lyrik machen süchtig.«
Ingo Petz, Rheinischer Merkur
»Bald läuft es einem kalt den Rücken runter, bald lacht man auf. Ein bitteres, zwiespältiges Vergnügen sind diese Texte. Zhadans Humor ist schwarz und brachial. ... Diese wilden Geschichten spielen zwar in der Ukraine, aber Kälte, Rücksichtslosigkeit und Habgier, die hier geschildert werden, die treiben den entfesselten Kapitalismus als Motor überall an.«
Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten
»Serhij Zhadan zündet hier ein so wahnsinniges wie komisches Feuerwerk, das farbenfroh vor den Augen des Lesers verglüht. ... In Zhadans Geschichten wird viel getrunken und noch mehr gelabert, und ständig passiert etwas Neues, Unvorhergesehenes. Es sind atemlose Erzählungen mit einem traurigen Grundton, über den ein hochkomischer Irrsinn ständig triumphiert.«
Ferdinand Quante, WDR 5 Bücher
»Wenn Scheherazade nicht im Orient der Märchenzeit gelebt hätte, sondern im ostukrainischen Charkiw am Ende des zweiten Jahrtausends, dann würden ihre nächtlichen Erzählungen vielleicht so klingen wie die von Serhij Zhadan.«
Catharina Koller, Literaturen September 2009
»Zynische, ungeschminkte Einsichten in die harten Zeiten der postsowjetischen Ukraine.«
Männer 10/2009
»Mustergültig übersetzt ... Hymne der demokratischen Jugend ist ein kurzweiliger Lesespaß, ein morbides, von schwarzem Humor und voller unmoralischer Gedanken strotzendes Lesevergnügen ...«
Roland Freisitzer, sandammeer.at 10/2009
»Zhadans Sprache ist pathetisch und zärtlich zugleich, voller Ironie und Kraft. ... sprachgewaltig, klug und manchmal sogar weise.«
Oliver Tekolf, Kreuzer - Das Leipzig Magazin 11/2009