"Daniel Kehlmann, junger Meister unter Österreichs Literaten. In ›Ich und Kaminski‹ erweist sich Kehlmann, dem schon anläßlich seines literarischen Debüts ›frühe Meisterschaft‹ attestiert worden war, erneut als origineller, kluger Erzähler, der äußerst souverän und reich an literarischen Bezügen mit seinem Stoff umgeht. Kehlmann beweist [...] großen Sinn fürs Komische."
Julia Kospach, Profil Wien
"Als Daniel Kehlmann 1997 mit dem Roman ›Beerholms Vorstellung‹ debütierte, war er 22 Jahre alt. Soeben ist sein fünftes Buch erschienen, und noch immer hat dieser Baumeister einer im vollen Wortsinn exzentrischen Welt sein 30. Jahr nicht erreicht. [...] Schon mehrfach hat Kehlmann den Wissenschafts- und Kunstbetrieb maliziös ins Bild gesetzt, doch noch nie hat er sein satirisches Temperament so vom Zügel gelassen wie hier. Überhaupt ist ›Ich und Kaminski‹ sein mit Abstand komischstes Buch. Und sein abenteuerlichstes. [...] So ansteckend lustvoll und hinreißend unglaubwürdig strapaziert die trivialen Genres nur, wer sie um Haupteslänge überragt."
Andreas Nentwich, Die Zeit
Kehlmann "ist ein souveräner Erzähler, sicher im Ton, mit festem Griff für den Lauf der Geschichte - (...) hinreißend."
Volker Hage, Der Spiegel
"So viel zu lachen gab es lange nicht mehr im neuen deutschen Roman. [...] Der junge Autor betreibt sein Fiktionsspiel mit beträchtlichem Raffinement und zugleich frappierendem Witz. Der Plot ist hieb- und stichfest entwickelt; die Dialoge und die in ihnen enthaltene Situationskomik möchte man filmreif nennen. Die Trennungs- bzw. Rausgeschmissgeschichte hätte anderswo einen ganzen Roman hergegeben. [...] Aber das sind nur handwerkliche Details. Verhandelt werden in ›Ich und Kaminski‹ keine geringeren als die Büchnerschen Fragen nach fama und fame."
Martin Krumbholz, Frankfurter Rundschau
"Daniel Kehlmann (...) hat sich erneut als Meister der literarischen Komposition erwiesen, der sowohl klug als auch humorvoll und liebenswert erzählen kann."
Irene Binal, Spiegel online
" ›Ich und Kaminski‹ funkelt vor Heiterkeit und Ironie und bereitet mit wunderbar sinnlichen Metaphern Lesegenuß auf höchstem Niveau."
Susanne Rössler, Format
"In ausgefeilter, knapper Ironie und mit hintergründigem Witz stellt Kehlmann die Unsicherheit von Lebens-Erzählungen und Identitäts-Bildern dar. (...) [Er] weiß treffende Dialoge zu schaffen und packend, konzentriert zu erzählen."
Klaus Zeyringer, Standard
" ›Ich und Kaminski‹ ist der literarische Durchbruch des 1975 geborenen Wieners Daniel Kehlmann [...] ein Buch über das Scheitern, über das Sehen und Erkennen und über die Kunst. Daniel Kehlmann behandelt seinen Stoff mit Leichtigkeit. Sein Roman ist weder zu leichtgewichtig noch zu kompliziert, er ist kritisch und satirisch. [...] Ein gelungener Kommentar auf die Krise unserer Angeberwelt."
Verena Auffermann, Literaturen
"Ebenso elegant wie perfide offenbart der (...) Autor die grandiose Selbstüberschätzung des Ich-Erzählers und verstrickt ihn in ein drolliges, düsteres Abenteuer um einen scheinbar verwirrten, alten Mann und seine große Liebe, um den Kunstbetrieb und die Moral. Gut ausgemalt, fein gezeichnet, bildhübsch."
Stern
Das "wechselseitig parasitäre Verhältnis von Meister und Kritiker hat Daniel Kehlmann in einem bösen, brillant lustigen, ziemlich allegorischen Kammerspiel durchexerziert, welches das traditionelle Genre des Künstlerromans auf eine nun selbst altmeisterlich anmutende Weise revitalisiert."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung
"Wie Kehlmann sich über den Kunstbetrieb hermacht, liest sich erfrischend komisch, aber gleichzeitig auch ziemlich authentisch. Das eitle Gebaren auf Vernissagen und den pseudo-intellektuellen Ausstellungs-Small-Talk führt er so pointiert vor, daß man als Leser meint, selbst von Canapés und Champagner, von schrillen Figuren und dem Geruch frisch getrockneter Ölfarbe umgeben zu sein. Hier dreht sich alles um die Inszenierung, das Schicki-Micki-Event verdrängt die Inhalte. [...] Daniel Kehlmann hat mit ›Ich und Kaminski‹ seinen bisher eindrucksvollsten Roman vorgelegt: fein inszeniert von der ersten bis zur letzten Zeile."
Peter Mohr, Wiener Zeitung
"Mit seinem furiosen fünften Roman ist Daniel Kehlmann in die Oberliga der deutschen Literatur aufgerückt."
Susanne Kunckel, Welt am Sonntag
"Selten war sich die Literaturkritik [...] so einig: Daniel Kehlmanns Roman besticht durch einen souveränen Stil, scharfe Beobachtungsgabe und eleganten Witz."
Stern
"Kehlmann erzählt die Geschichte von Zöllner und Kaminski schnörkellos und ohne unnötigen Ballast. Seine Sprache ist klar und präzise, man möchte sagen: lupenrein. Der Roman ist sorgfältig durchkomponiert, und der Autor beherrscht die feine Mischung zwischen genauer Schilderung und zügigem Vorantreiben der Ereignisse."
Sabine Franke, Der Tagesspiegel
"Der armselige, unheilige Sebastian - ein betrogener Betrüger und Märtyrer seines Ehrgeizes - tut uns zum Schluß fast leid. Auch das ist eine Qualität des schmalen, ebenso klugen wie unterhaltsamen Romans. Weit beeindruckender scheint indes das ästhetische Raffinement, nicht zuletzt der motivischen Feinarbeit. Daniel Kehlmann kann wunderbar trockene Dialoge komponieren. Sein Witz wirkt nie aufgesetzt, noch schmeckt die Ironie schal. Und die Satire ist dem Plot nicht aufgeklebt, sondern entsteht wie nebenbei aus der Erzählstruktur."
Ulrich Weinzierl, Die Welt
"Es ist außerordentlich schwer, ein Buch zu empfehlen, das sich von sich selbst empfiehlt, dessen Qualitäten man nicht kunstvoll herbeizureden braucht, da sie unmittelbar evident sind und des Kommentars nicht zu bedürfen. [...] Jeder Text Kehlmanns scheint ein Schritt in Richtung Perfektion zu sein; Perfektion ist nie eine Ausgeburt des Perfektionismus, sondern entspringt der Verpflichtung zur Genauigkeit. [...] Kehlmann ist ein Meister des Filigranen, man beachte die kurzen Dialogpartien, die nie in der Pointe ersticken, aber doch immer wieder durch Überraschung Aufmerksamkeit wecken. Die Kritik war von Anfang an erstaunt, daß ein so junger Autor sich so sicher in der Sprache und im Erzählen umtut. [...] Und in der Tat: Kehlmann ist ein junger Autor, eine Beobachtung, die besonders angesichts der Tatsache zählt, daß das Alter für junge Autoren immer mehr in die Höhe schnellt. [...] Heute gelten Autoren als jung, die so um die 40 herum sind und mir stellt sich die bewegende Frage, wann ein Autor aufhört, eine Hoffnung zu sein. Für viele gilt das Prinzip Hoffnung ja lebenslänglich. Bei Daniel Kehlmann habe ich das Gefühl, daß er nun schon aufgehört hat, eine Hoffnung zu sein und einiges eingelöst hat."
Wendelin Schmidt-Dengler, Volltext
"Was als Geschichte eines ruhmsüchtigen, kleinen Tricksers beginnt, verdichtet Daniel Kahlmann zu einem hochironischen, wunderbar süffisanten Verwirrspiel um Manipulation, Lebenslügen und die Macht der Wahrheit."
Focus
"Ich empfehle Kehlmann unbedingt. Intelligenz, Beobachtungsgabe und fabelhafte Dialoge!"
Marcel Reich-Ranicki