Jürgen Becker
Im Radio das Meer - Journalsätze

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D: 19,80 €
A: 20,40 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 17.08.2009
Gebunden, 244 Seiten
ISBN: 978-3-518-42108-6

Inhalt

Mit diesem Buch bewegt sich Jürgen Becker im Grenzbereich der literarischen Möglichkeiten. Nach dem Journalroman Schnee in den Ardennen und den Journalgeschichten Die folgenden Seiten verbleiben nur mehr Journalsätze, die der Strom der Wahrnehmungen, Erinnerungen und Imaginationen zurückläßt. 

Es sind Sätze, auf die sich, in Partikeln, eine ganze Biographie reduziert. Die den Augenblick mit einer Geschichte versehen, deren Vergangenheit im Ungesagten bleibt. Die Erfahrungen konzentrieren, auf die ein Gedicht oder romanhaftes Erzählen warten könnte.

Es sind Sätze, die zufällig entdeckt oder nach langen Recherchen in der Bewußtseinslandschaft entstanden sind. Die das Banale wie das Absurde benennen, das Naheliegende und das Entfernte, die Verstörungen der Kindheit und die Irritationen des Alters. Jürgen Beckers Konzept, journalhaft auf die oft so irreal erscheinende Wirklichkeit zu reagieren, kommt hier zu einer rigorosen Konsequenz: der Minimalisierung des Schreibens.

Alle Kommentare

Jürgen Becker ist einer der Stillen im immer schriller werdenden Literaturbetrieb und hat unbeirrbar seinen literarischen Weg bis heute gegangen. Mit seinem jüngsten Buch hat er sich weit hinausgelehnt, viel riskiert und viel gewonnen - und wir LeserInnen mit ihm. Ein derart mutiges, innovatives, experimentelles Buch hätte ich von einem jungen, noch nicht arrivierten Autor erwartet. Aber es ist umgekehrt: der "Alte" lehrt die "Jungen", was Dichtung ist und kann. Danke!
Christoph Janacs, 29.10.2009
»Das Rauschen der Dinge in der Welt zu lesen, zu begreifen, zu entziffern, in täglicher Schwerstarbeit des Filterns und des Neu-Zusammensetzens, darin liegt das wahrhaft funkelnde, ihre Geworfenheit überdauernde Moment der Prosa von Jürgen Becker. In seinem neuen Buch verfeinert er sein Verfahren noch einmal gewaltig.«
Marius Hulpe, titel-magazin.de, 19.10.2009

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